Abwertung der Altenpflege verhindern / ASB kritisiert die geplante Ausbildungsverordnung für Pflegeberufe (FOTO)

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Die von der Bundesregierung vorgelegte Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe steht morgen auf der
Tagesordnung des Deutschen Bundestages. Aus diesem Grund appelliert
der Arbeiter-Samariter-Bund an die Abgeordneten aller Fraktionen, den
Verordnungsentwurf in der jetzigen Fassung nicht zu verabschieden,
sondern auf eine Überarbeitung hinzuwirken, die ein einheitliches
Ausbildungsniveau für alle Pflegeberufe vorsieht.

“Ziel der Ausbildungsreform in der Pflege sollte es sein, den
Altenpflegeberuf aufzuwerten und das Qualifikationsniveau in der
Altenpflege anzuheben”, macht ASB-Bundesvorsitzender Knut
Fleckenstein MdEP deutlich. Dem werde laut Fleckenstein der aktuelle
Entwurf aber nicht gerecht – vielmehr sehe der kurzfristig geänderte
Entwurf für die spezialisierte Altenpflegeausbildung im dritten
Ausbildungsjahr deutlich geringwertigere Kompetenzen als für die
generalistische Ausbildung als Pflegefachmann/-frau vor.

“Eine Gleichwertigkeit zwischen den Pflegeberufen, für die der ASB
sich stets eingesetzt hat, und die im Übrigen ein wichtiger Faktor
für eine gleiche Bezahlung aller Pflegekräfte ist, ist damit nicht
mehr gegeben”, erklärt Fleckenstein. Zu befürchten sei vor allem,
dass der Altenpflegeberuf mit dem Absenken der Ausbildungsinhalte den
hohen Anforderungen, welche die Pflege hochaltriger Menschen mit
komplexen Krankheitsverläufen und Mehrfacherkrankungen mit sich
bringe, nicht gerecht werde. In diesem Zusammenhang weist der
ASB-Bundesvorsitzende darauf hin, dass der Altenpflegeberuf infolge
einer geringwertigeren Ausbildung zudem an Attraktivität verlieren
werde, anstatt junge Menschen für diesen gesellschaftlich so
wichtigen Bereich zu gewinnen. “Der vorliegende Entwurf einer
Ausbildungsverordnung ist damit angesichts des dramatischen Mangels
an Fachkräften in der Altenpflege das falsche Signal”, so
Fleckenstein abschließend.

Pressekontakt:
Hilke Vollmer
Leiterin der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.
Tel: 030/ 2325786-122
Mobil: 0172/ 2620597
Email: h.vollmer@asb.de

Original-Content von: ASB-Bundesverband, übermittelt durch news aktuell

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