AfD-Spitzenkandidatin Weidel nimmt Gauland in Schutz:Äußerung zu Özuguz war „rhetorische Spitze“ – Es werde „mit zweierlei Maß gemessen“

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Nach den umstrittenen Äußerungen des AfD-Politikers
Alexander Gauland über die Integrationsbeauftragte der
Bundesregierung, Aydan Özoguz, hat AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel
ihren Parteifreund gegen die scharfe Kritik anderer Parteien in
Schutz genommen. „Da wird mit zweierlei Maß gemessen. Sigmar Gabriel
hat 2012 gesagt, man müsse die Bundesregierung rückstandslos
entsorgen und damals gab es keinen Aufschrei“, erklärte Weidel im
Fernsehsender phoenix (Montag, 4. September). Gauland habe sich einer
„rhetorischen Spitze“ bedient, die auch Politiker anderer Parteien
ständig nutzten. Im Übrigen gelte es, das Weltbild der
Integrationsbeauftragten näher zu beleuchten. „Frau Özoguz vertritt
nicht unsere Werte“, so die AfD-Politikerin. Die Vorstellungen der
Integrationsbeauftragten zur deutschen Kultur und zu Kinderehen als
religiösem Recht in Deutschland seien „unvereinbar mit dem deutschen
Grundgesetz und unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung“.

Hart ging Weidel mit Regierungschefin Angela Merkel ins Gericht.
„Niemand hat dieses Land gesellschaftlich so gespalten wie diese
Bundeskanzlerin.“ Mit der Politik der offenen Grenzen habe sie sich
mit ihrer Regierung über Recht und Gesetz hinweggesetzt. Die Zunahme
der Gewaltkriminalität sei ein Ergebnis dieser Politik. „Davor haben
wir immer gewarnt, passiert ist aber nichts“ so Weidel. Die
AfD-Spitzenkandidatin forderte, abgelehnte Asylbewerber endlich
konsequent abzuschieben. Wie dies zu organisieren sei, müsse die
Bundespolizei, „letztlich auch die Bundeswehr“ beantworten. Bei der
Abschiebung von Gewalttätern würden auch elektronische Fußfesseln
helfen.

„Schade, dass niemand mit uns koalieren will, dann muss man sehen,
wie es in vier Jahren weitergeht“, kommentierte Weidel die Ablehnung
aller anderen Parteien, mit der AfD zusammenzuarbeiten.

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