Aktion Deutschland Hilft: Preisträger Journalistenpreis Humanitäre Hilfe steht fest / Sebastian Schneider in Berlin für humanitären Journalismus ausgezeichnet (FOTO)

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Bei der Vergabe des Journalistenpreises Humanitäre Hilfe zeichnete
„Aktion Deutschland Hilft“ den Journalisten Sebastian Schneider für
humanitären Journalismus aus: Die Jury bewertete seine Arbeit über
Geflüchtete in Griechenland als beste digitale Story zu humanitärer
Hilfe. Mit dem Preis werden bereits zum zweiten Mal Journalistinnen
und Journalisten geehrt, die neue Wege der Berichterstattung über
humanitäre Hilfe in internationalen Krisen finden.

„Sebastian Schneider bewegt sich nah am Geschehen, schreibt
professionell und offen“, begründet Juror Jörg Sadrozinski in seiner
Laudatio die Juryentscheidung. „Ihm gelingt es mit seiner Reportage,
dem Leser das Thema –humanitäre Hilfe– nahe zu bringen und zu
demonstrieren, was diese in Griechenland und anderswo auch mit uns zu
tun hat“, sagt Sadrozinski weiter.

Im Juni besuchte Schneider Camps und Hilfsprojekte der
Organisationen Help – Hilfe zur Selbsthilfe und
Arbeiter-Samariter-Bund. In seiner Reportage erzählt der jetzt
36-jährige Journalist die Geschichte zweier Frauen, die mit ihren
Kindern aus dem Irak und aus Afghanistan nach Griechenland geflüchtet
sind. Damit überzeugte er nicht nur die Jury: Schneider ist ebenfalls
Gewinner des Publikumspreises 2018. Im Oktober und November konnte
die deutsche Öffentlichkeit in einem Onlinevoting unter den sechs
eingereichten Wettbewerbsbeiträgen ihren Favoriten auswählen. Mit
knapp 40 Prozent der über 500 Stimmen, kam Schneiders Reportage aus
Griechenland auch beim Publikum am besten an.

„Bei der Flut an Nachrichten, die uns jeden Tag erreicht, ist es
besonders wichtig, nicht zu erstarren und sich stattdessen mutig an
neuen medialen Formaten zu probieren“, sagt Manuela Roßbach,
geschäftsführender Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft“. Besonders
lang anhaltende humanitäre Krisen wie in vielen Ländern Afrikas und
dem Nahen Osten geraten in Gefahr, aus dem Blickpunkt zu schwinden.
„Doch manchmal sind Katastrophen auch ganz nah, wie die Geschehnisse
in Griechenland zeigen“, so Roßbach. Ein Kampf gegen das Vergessen
soll der Journalistenpreis deshalb sein – und eine Möglichkeit, die
Situation der Menschen durch neue Darstellungsformen aus einer neuen
Perspektive zu zeigen.

Journalisten zwischen 21 und 35 Jahren aus ganz Deutschland
folgten im Oktober 2017 dem Aufruf von „Aktion Deutschland Hilft“ zur
Bewerbung für den Journalistenpreis. Sechs Nominierte erhielten
daraufhin die Möglichkeit, Hilfsprojekte in der ganzen Welt zu
besuchen. Ihre Recherchen führten die Journalisten in den Niger, den
Libanon, nach Griechenland, Bangladesch, Nepal, Uganda und Kenia.
Entstanden sind Fotos, Videos und Texte, die die Situation der
Menschen vor Ort und auch dir Rolle der Hilfsorganisationen
beleuchten. Die Jurymitglieder bewerteten die Beiträge und wählten
letztendlich Sebastian Schneider zum Gewinner.

Hier finden Sie alle sechs Nominierten, die Ziele der
Recherchereisen und die beteiligten Hilfsorganisationen:

– Adrian Breda (26) hat in Leipzig Journalistik studiert. Sein
Faible: Neue Darstellungsformen und interaktive
Datenvisualisierungen. Mit action medeor und CARE war er in
Nepal, um den Wiederaufbau nach dem schweren Beben 2015 zu
dokumentieren.

– Karsten Kaminski (28) ist freiberuflicher Journalist für Online,
Radio und TV. Mit arche noVa, Habitat for Humanity und Islamic
Relief war er im Libanon, wo heute noch immer 1,5 Millionen
syrische Flüchtlinge leben.

– Alexandra Rojkov (30) ist freie Journalistin und machte bereits
Station in Kairo, Paris oder Jerusalem. Sie reiste mit humedica
und der Welthungerhilfe und berichtet über die angespannte
Situation im Grenzgebiet von Nigeria, dem Tschad und Niger.

– Johanna Sagmeister (26) studiert aktuell an der Deutschen
Journalistenschule. Station machte sie unter anderem bei Spiegel
Online und ZDF. Mit der Johanniter Auslandshilfe und Malteser
International besuchte sie Flüchtlingslager in Kenia und Uganda.

– Sebastian Schneider (36) ist freier Journalist und heute vor
allem bei rbb|24 im Einsatz. Seine Recherchen führten ihn mit
dem Arbeiter-Samariter-Bund und Help – Hilfe zur Selbsthilfe in
Flüchtlingscamps nach Griechenland.

– Thembi Wolf (28) ist freie Reporterin und Teil des
Journalistinnenkollektivs Collectext.de. Mit dem DRK und World
Vision recherchierte sie die Situation der nach Bangladesch
geflohenen Rohingya.

Der Journalistenpreis Humanitäre Hilfe wird bereits seit der
ersten Ausschreibung 2015 durch das Auswärtige Amt begleitet und
finanziell unterstützt. Die Canon Deutschland GmbH ist 2018 erstmals
Partner des Journalistenpreises Humanitäre Hilfe. Das Unternehmen
stiftete den Sachpreis für den Erstplatzierten in Form einer EOS 6D
Mark II im Wert von 2.500 Euro und stellte den Reisestipendiaten
technisches Equipment zur Erstellung der multimedialen Beiträge zur
Verfügung. Als Medienpartner begleitete ebenfalls erstmals bento, das
junge Online-Portal der SPIEGEL ONLINE GmbH, den Journalistenpreis
Humanitäre Hilfe.

Weitere Infos finden Sie hier:
www.aktion-deutschland-hilft.de/de/mediathek/journalistenpreis/

Die Reportage von Sebastian Schneider „Am Rande der Hoffnung“
finden Sie unter: http://amrandederhoffnung.tilda.ws/

Filmischer Zusammenschnitt des Gewinnerbeitrages von Sebastian
Schneider: https://www.youtube.com/watch?v=PGgSoar6ycg

Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.

„Aktion Deutschland Hilft“ ist das 2001 gegründete Bündnis von
deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre
Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die
beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der
humanitären Hilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit
weiter zu optimieren. Unter einem gemeinsamen Spendenkonto bei der
Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das vom Deutschen Zentralinstitut
für soziale Fragen (DZI) geprüfte und vom Deutschen Spendenrat
zertifizierte Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im
Katastrophenfall auf. www.aktion-deutschland-hilft.de

Pressekontakt:
Aktion Deutschland Hilft e.V.
Tel.: 0228/ 242 92 – 222
Fax: 0228/ 242 92 – 199
E-Mail: journalistenpreis@aktion-deutschland-hilft.de

Original-Content von: Journalistenpreis Humanitäre Hilfe, übermittelt durch news aktuell

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