Aktiv gegen religiöse Verfolgung – Mahnwachen und Unterschriftenaktion

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Das Kolpingwerk Deutschland begrüßt die Initiative
des Kolpingwerkes im Landesverband Nordrhein-Westfalen, gegen
jegliche religiöse Verfolgung und für den Schutz der Flüchtlinge
einzutreten. Dazu wird am 27. und 28. September ein Aktionswochenende
durchgeführt. „Ich halte dies für eine beispielhafte Initiative und
empfehle sie ausdrücklich“, betont der Bundesvorsitzende des
Kolpingwerkes, Thomas Dörflinger. „Die Verfolgten haben unsere
Solidarität bitter nötig.“

Zum Start der Aktion betont der Landesvorsitzende des
Kolpingwerkes Nordrhein-Westfalen, Karl Schiewerling: „Wir erleben im
Irak und in Syrien einen Genozid durch die Ermordung und die
systematische Vertreibung überwiegend von Christen und Jesiden. Das
grauenvolle Vorgehen durch den sogenannten Islamischen Staat (IS) ist
ein abscheuliches Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“ Weltweit
würden zurzeit viele Millionen Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt
und unterdrückt. „Die meisten von ihnen sind Christen“, so
Schiewerling. Der Bedrohung durch den militanten Islamismus und durch
religiös motivierte Terrorgruppen müsse die Weltgemeinschaft
entschieden entgegentreten.

Hundertausende Flüchtlinge leben derzeit in dramatischen
Verhältnissen. Sie haben nicht einmal das Nötigste zum Überleben.
Tausende von Kindern müssen im Schlamm oder auf Betonböden schlafen“,
ergänzt der NRW-Landesvorsitzende. Deshalb sei es notwendig,
lautstark die Stimme zu erheben und sich aktiv gegen religiöse
Verfolgung und für die betroffenen Menschen einzusetzen. An einem
zentralen Aktionswochenende am 27. und 28. September sollen in den
Pfarrgemeinden des Bundeslandes, in denen Kolpingsfamilien aktiv
sind, vor allen Gottesdiensten Mahnwachen abgehalten und
Unterschriften gesammelt werden.

Die zentralen Anliegen des Kolpingwerkes NRW lauten:

1. Die religiöse Verfolgung von Christen, Jesiden sowie
schiitischer und anderer Muslime im Irak und Syrien durch den IS
sofort zu beenden. Unsere Sorge gilt den von Mord und Vertreibung
betroffenen Menschen. Die humanitäre Hilfe muss Vorrang vor allen
anderen Maßnahmen haben. Wir fordern die Bundesregierung auf, diese
Unterstützung für die verfolgten und bedrohten Menschen zu
verstärken.

2. Es ist erforderlich alles zu tun, damit die verfolgten und
bedrohten Menschen in ihrer Region bleiben können. Sofern es
notwendig ist, soll die Bundesregierung Menschen, die Schutz in
Deutschland suchen, diesen Schutz gewähren. Alle beteiligten Ebenen
der Politik werden aufgefordert, die entsprechenden Rahmenbedingungen
für die Aufnahme der Flüchtlinge und eine menschenwürdige
Unterbringung zu schaffen. Die Kirchengemeinden und kirchlichen
Einrichtungen fordern wir auf, räumliche Kapazitäten zur Verfügung zu
stellen.

3. Die politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen werden
aufgefordert, die Flüchtlingsarbeit in Deutschland, die auch zum
großen Teil ehrenamtlich geleistet wird, verstärkt zu unterstützen.

„Es wird eine große Flüchtlingswelle auf uns zukommen, die auch
eine große Bereitschaft zu bürgerschaftlichem Engagement bei der
konkreten Hilfe vor Ort erfordern wird“, ergänzt Schiewerling. „Ich
bin sicher, dass gerade die Kolpingsfamilien sich hier im Rahmen
ihrer Möglichkeiten dafür einsetzen werden, den notleidenden
Flüchtlingen zu helfen.“

Pressekontakt:
Kolpingwerk Deutschland
Martin Grünewald
St.-Apern-Str. 32
50667 Köln
Tel: (0221) 20701-220
E-Mail: martin.gruenewald@kolping.de
Homepage: www.kolping.de

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