Allg. Zeitung Mainz: Selbstschutz / Kommentar zu Lebensmittelhygiene

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Tatort Küche? Die These, dass wer sich durch
sogenannte Zoonosen ansteckt, also mit von Tier zu Mensch und
umgekehrt übertragbaren Infektionskrankheiten, selber Schuld sei,
geht gewiss etwas weit. Denn ohne Zweifel besteht auch bei der
Tierhaltung und in Schlachthöfen Handlungsbedarf, um der Ausbreitung
der tückischen Bakterien Herr zu werden. Und doch gilt, dass in
erster Linie durch die Beachtung einfacher Hygienestandards in den
eigenen vier Wänden das Risiko einer Erkrankung drastisch reduziert
werden kann. Kühl lagern und vor dem Verzehr gründlich erhitzen, so
lauten die Faustregeln, die eigentlich in jedem Haushalt geläufig
sein sollten. Ebenso wie häufiges Händewaschen. Es dürfte sich auch
herumgesprochen haben, dass Utensilien nach der Verarbeitung rohen
Fleisches gründlich gereinigt werden sollten, bevor sie mit
Lebensmitteln in Berührung kommen, die roh verzehrt werden. Doch
sprechen die steigenden Zahlen der Infektionen durch tierische Keime
dafür, dass selbst die einfachsten Regeln häufig nicht beachtet
werden. Mehr als 80000 Menschen waren im Jahr 2013 betroffen.
Glücklicherweise verlaufen die Erkrankungen meist harmlos, die Folgen
sind häufig schon in wenigen Stunden überwunden. Doch es kann auch
anders kommen. Vor allem Kleinkinder und geschwächte Menschen sind
überdurchschnittlich stark gefährdet. Tatort Küche? Jeder hat es
weitgehend selbst in der Hand, sich vor gesundheitlichen Gefahren zu
schützen.

Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Werner Wenzel
Newsmanager
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de

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