Altenpflege und Krankenpflege nicht gegeneinander ausspielen / Wissenschaft und private Pflegeunternehmen fordern auf bpa-Fachtagung in Köln Gesamtstrategie für die Pflege

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Führende deutsche Pflegewissenschaftler und
Vertreter der privaten Pflege haben auf der großen bpa-Fachtagung in
Köln eine Gesamtstrategie für die Sicherung des Personalbedarfs und
die Versorgung von Pflegebedürftigen gefordert. „Die jetzt durch die
Bundesregierung beschlossenen Personalverbesserungen in
Krankenhäusern schaden schon jetzt der Altenpflege“, sagte der
Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
(bpa) Bernd Meurer.

„Weil Kliniken alle Pflegestellen gut finanziert bekommen, nimmt
der Sog zu, der Kräfte aus der Altenpflege abzieht. Altenpflege und
Krankenpflege dürfen aber nicht gegeneinander ausgespielt werden.“
Meurer forderte gleichzeitige Stärkungsmaßnahmen für die Altenpflege.

Auch der Pflegewissenschaftler Prof. Dr. Michael Isforth vom
Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (dip) e.V. riet der
Politik von Einzelmaßnahmen ab. „Was fehlt, ist eine
sektorenübergreifende Strategie zur Versorgungssicherheit aus der
Perspektive der Pflege.“ Sonst würden Krankenhäuser weiterhin mit
hohen Prämien Fachkräfte aus der Altenpflege abwerben. Der Bremer
Versorgungsforscher Prof. Dr. Heinz Rothgang warnte davor,
Verbesserungen für Pflegende durch steigende Eigenanteile allein zu
Lasten der Pflegebedürftigen zu finanzieren. „Das Ganze muss zu Ende
gedacht werden“, so Rothgang, der sich erneut für eine grundsätzliche
Reform der Pflegefinanzierung aussprach.

Die rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des
nordrhein-westfälischen bpa-Fachtages verfolgten zudem Praxisimpulse
zur Personalgewinnung aus bpa-Mitgliedsunternehmen und von der
bpa-Bildungstochter apm GmbH und diskutierten aktuelle politische
Entwicklungen mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sowie
dem Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung Andreas
Westerfellhaus.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
1.600 in Nordrhein-Westfalen) die größte Interessenvertretung
privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland.
Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der
Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater
Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen
die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000
Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch
www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei
etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Norbert Grote, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 0211/311 39 30, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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