Beamtenbund-Chef hält Corona-Lockerungen für verfrüht

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Der Chef des Deutschen Beamtenbundes, Ulrich Silberbach, hat die Länder vor übereiltem Handeln in der Corona-Krise gewarnt: “Ich halte die Lockerungen für verfrüht”, sagte Silberbach der Düsseldorfer “Rheinischen Post” (Dienstag). Da habe die Wirtschaft augenscheinlich viel Druck auf die Politik gemacht. “Diejenigen, die gerade mit sehr viel staatlichen Geldern gerettet werden, schreien am lautesten danach, dass es wieder losgehen soll und vernachlässigen dabei die gesundheitlichen Risiken.” Silberbach schlug vor, für Hilfsgelder an große Konzerne zur Bedingung zu machen, dass diese keine Dividende ausschütten dürften. Zugleich verteidigte Silberbach die Kommunen gegen die Kritik, sie hätten sich nicht ausreichend auf die Wiederaufnahme des Schulunterrichts vorbereitet: “Der Lockdown ist von heute auf morgen gekommen und hat die Entscheidungsträger vor Ort vor große Herausforderungen gestellt. Nachdem sie erst linksherum fahren sollten, geht es nun rechtsherum, und sie sollen die Dienste plötzlich wieder hochfahren.” Das mache es den handelnden Personen extrem schwer, sagte Silberbach der “Rheinischen Post”. “Eine gute Vorbereitung war da meines Erachtens nur schwer möglich, zumal der föderale Flickenteppich zusätzlich für Unübersichtlichkeit sorgt.”

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