BERLINER MORGENPOST: Elitäre Denke steht Berlin nicht Kommentar von Hajo Schumacher über den Berliner Theaterstreit

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Die Chiffre „Peymann“ ist seit jeher die Gewähr,
dass aufgeblasenes und selbstgerechtes Kulturschranzentum droht,
Skandal auf Bestellung, Großmäuligkeit auf Knopfdruck,
Salonrevoluzzertum auf Staatskosten, kurz: Langeweile.

Die von Peymann rhetorisch angeführte Theaterposse hat gleichwohl
hohen pädagogischen Wert. Jeder Bürger ist diese Woche in allen
Vorurteilen über die widerwärtige Arroganz der Kulturmafia bestätigt
worden. Die diskriminierenden Angriffe Peymanns gegen den Regierenden
Michael Müller zeugen von einer elitären Denke, die dieser Stadt
nicht ansteht. Das Ausspielen von E- gegen U-Kultur, von Ensemble
gegen Event, illustriert ein erbärmliches Niveau des Geistes und
zugleich die ganze spießbürgerliche Selbstgerechtigkeit der
Subventionszwerge.

In dieser Stadt gibt es unendlich viel kulturelle Dynamik, so
viele Ideen, so breite Kreativität und so wunderbare alte und junge
Künstler, etablierte wie neue, subventionierte wie freie, die oft
ohne großes Geld großartige Sachen machen. Diese Vielfalt gilt es zu
erhalten und mit immer neuen Impulsen zu animieren. Betonieren von
Verhältnissen tut Berlin ebenso wenig gut wie Stillosigkeit.
Kulturstaatssekretär Renner hat den Mut, gegen Stillstand anzutreten.
Genau das ist seine Aufgabe.

Der vollständige Kommentar im Internet:
www.morgenpost.de/140068639

Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/2591-73650
bmcvd@axelspringer.de

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