Bundespräsident überreicht am Sonntag Deutschen Umweltpreis der DBU in Mannheim / Festakt um 11 Uhr für Bodenwissenschaftlerin Prof. Dr. Kögel-Knabner und Unternehmer Reinhard Schneider

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
überreicht am Sonntag in Mannheim den 27. Deutschen Umweltpreis der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Die mit 500.000 Euro
höchstdotierte unabhängige Umweltauszeichnung Europas teilen sich
2019 die Bodenwissenschaftlerin Prof. Dr. Ingrid Kögel-Knabner von
der Technischen Universität München und der Unternehmer Reinhard
Schneider aus Mainz. Er setzt mit seiner Firma Werner & Mertz in der
Wasch- und Reinigungsmittelbranche auf ganzheitliche nachhaltige
Produktion. Die DBU würdigt damit zwei “Schrittmacher im
Umweltschutz, die Zukunftslösungen liefern für die enormen
ökologischen Herausforderungen der Gegenwart”, betont
DBU-Generalsekretär Alexander Bonde: “Wir brauchen fundamentale
ökonomische, politische und technologische Veränderungsprozesse auf
allen Ebenen, um zu einer wirklich nachhaltigen Entwicklung zu
finden.”

Feierlicher Festakt mit 1.100 Gästen

Zu dem feierlichen Festakt am Sonntag im Congress Center
Rosengarten, in dessen Mittelpunkt die Preisverleihung durch den
Bundespräsidenten und seine Rede stehen werden, werden rund 1.100
geladene Gäste erwartet. Darunter sind Baden-Württembergs
Umweltminister Franz Untersteller, Mannheims Oberbürgermeister Dr.
Peter Kurz, der Physik-Nobelpreisträger Prof. Dr. Georg Bednorz und
der frühere DBU-Umweltpreisträger und Bundesminister a. D. Prof. Dr.
Klaus Töpfer. Durch die Veranstaltung führt TV-Moderatorin Judith
Rakers (Norddeutscher Rundfunk). Musikalisch wird die
“Schlagzeugmafia” für Unterhaltung sorgen.

Zentrale Rolle des “fatal unterschätzten” Umweltmediums Boden im
Blick

Kögel-Knabner sei es als einer der renommiertesten und
einflussreichsten Bodenwissenschaftlerinnen der Welt gelungen, die
zentrale Rolle des im Vergleich zu Luft und Wasser in seiner
Bedeutung “fatal unterschätzten” Umweltmediums Boden in den Fokus zu
rücken, sagte Bonde. Sie liefere Antworten auf die Frage, auf welchen
Böden eine Kohlenstoffspeicherung nachhaltig möglich sei, um dem
Klimawandel entgegenzuwirken. Denn Böden seien wichtig für das Klima
– und den Verlauf des Klimawandels. Aber auch für die
Nährstoffdynamik, die weltweite Ernährungssicherung, den Bodenschutz
und die Biodiversität seien Kögel-Knabners Arbeiten bedeutsam. Ihre
Forschungserkenntnisse zu Qualität und Steuerungsmechanismen, Humus
im Boden zu stabilisieren, erlaubten es, über ein modifiziertes
Management Umweltveränderungen im Boden zu überwachen, frühzeitig zu
erkennen und Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen.

Ökologische Produkte in Massenmarkt mehrheitsfähig gemacht

Schneider habe mit seiner “unternehmerischen
Rundum-Nachhaltigkeitsstrategie und hohem persönlichen Engagement”
den Weg dafür geebnet, dass in einer kompletten Wirtschaftsbranche
Umweltinnovationen auf immer höherem Standard hätten etabliert werden
können, so Bonde. Er habe konsequent ökologische Produkte in einem
Massenmarkt mehrheitsfähig gemacht, lebe Nachhaltigkeit in seinen
unternehmerischen Entscheidungen und sichere sich so das Vertrauen
der Verbraucher. Mit zahlreichen Initiativen zum Umweltschutz und zur
nachhaltigen Entwicklung habe er Neuland betreten: konsequentes
Wiederverwerten von Altplastik etwa aus dem Gelben Sack für neue
Verpackungen, umwelt- und gesundheitsfreundlich bedruckte Etiketten,
heimische Pflanzenöle für seine Wasch- und Reinigungsmittel statt des
umstrittenen Palmkernöls aus tropischen Regionen, freiwillige
Umweltbetriebsprüfungen des Unternehmens nach den Vorgaben der
Europäischen Union – der gelebte Nachhaltigkeitsgedanke sei “national
wie international sichtbar”, so Bonde.

Zum Einstimmen: Preisträger-Portraits schon Freitagabend auf 3sat

Die gesamte Veranstaltung kann über einen Live-Stream zwischen 11
und 12.30 Uhr auf www.dbu.de/live mitverfolgt werden. Die DBU und die
Preisträger werden zudem in einer “spezial”-Ausgabe des
Wissenschaftsmagazins “nano” bereits am Freitagabend um 18.30 Uhr auf
3sat porträtiert.

Symposium zur Zukunft der Ozeane am Vortag

Begleitend zum Festakt findet am Veranstaltungsort auch dieses
Jahr wieder ein Symposium am Vortag der Umweltpreisverleihung statt.
Zum Thema “Unsicheres Fahrwasser: Die Zukunft der Meere” diskutieren
die Umweltpreisträgerin des Vorjahres, Prof. Dr. Antje Boetius,
Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar-
und Meeresforschung, gemeinsam mit weiteren Experten und Vertretern
aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, wie der Schutz und die
nachhaltige Nutzung der Ozeane als Lebensgrundlage der Menschheit
besser gesichert werden können. Es kann ebenfalls über den
Live-Stream zwischen 13.30 und 16 Uhr auf www.dbu.de/live verfolgt
werden.

Höchstdotierter Umweltpreis Europas

Mit dem Deutschen Umweltpreis der DBU – dem unabhängigen, mit
500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas – werden Leistungen
von Personen ausgezeichnet, die vorbildlich zum Schutz und Erhalt der
Umwelt beigetragen haben oder in Zukunft zu einer deutlichen
Umweltentlastung beitragen werden. Es können Projekte, Maßnahmen oder
Lebensleistungen prämiert werden. Kandidaten für den Deutschen
Umweltpreis werden der DBU vorgeschlagen. Berechtigt dazu sind
Wirtschaftsverbände, Forschungseinrichtungen, Branchenverbände und
Gewerkschaften, das Handwerk, Umwelt- und Naturschutzverbände,
wissenschaftliche Vereinigungen, Medien und Kirchen. Selbstvorschläge
sind nicht möglich. Eine vom DBU-Kuratorium ernannte Jury, besetzt
mit unabhängigen Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und
gesellschaftlichen Gruppen, empfiehlt dem DBU-Kuratorium die
Preisträger für das jeweilige Jahr. Das DBU-Kuratorium fällt die
Entscheidung.

Hinweis an die Redaktionen: Wir bitten um Verständnis dafür, dass
aus Sicherheitsgründen eine Akkreditierung bis 24. Oktober, 19 Uhr,
zwingend nötig ist. Bitte nutzen Sie dafür ausschließlich den Link
https://www.dbu.de/akkreditierung. Ein Einlass nur mit Presseausweis
oder Bundespresseakkreditierung ist nicht möglich! Wir möchten Sie
auch darauf hinweisen, am Einlass Ihren Personalausweis
bereitzuhalten. Wir empfehlen dringend, vorsorglich auch mögliche
Vertreterinnen und Vertreter termingerecht anzumelden. Bitte denken
Sie daran, dass auch Begleitpersonen (Kamera, Ton etc.) angemeldet
werden müssen. Die Pressestelle der DBU erreichen Sie Sonntag, 27.
Oktober, unter 0171/3812888 sowie per E-Mail unter presse@dbu.de.

Pressekontakt:
Franz-Georg Elpers
– Pressesprecher –
Jessica Bode

Kontakt DBU
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
0541|9633-521
0171|3812888
presse@dbu.de
www.dbu.de

Original-Content von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), übermittelt durch news aktuell

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