Andy Burnham ist nach seinem Wahlsieg in Makerfield zum doppelten Hoffnungsträger geworden. Er kann nicht nur Premier Keir Starmer aus dem Amt drängen und damit die Regierungskrise sowie den Streit in seiner Partei beenden. Er hat in der Nachwahl obendrein die rechtspopulistische Partei Reform UK von Nigel Farage und den noch rechteren Ableger Restore UK distanziert. Viele hoffen deshalb sogar, Burnham könne das politisch gespaltene Land einen. Allerdings muss er das erst noch beweisen. Zunächst muss er eine mögliche Schlammschlacht mit Starmer verhindern, der nicht kampflos zur Seite treten will. Nimmt Burnham diese Hürde, muss er zeigen, dass er seine Vision für das Land auch umsetzen kann. Er will mit einem stärkeren Staat die entfesselten Kräfte des Marktes wieder stärker regulieren. Ob ihm die nervöse Bevölkerung die Zeit für den Wandel lässt, steht auf einem anderen Blatt. Die Menschen haben aus dem Wahlhelden Starmer binnen zwei Jahren einen Regierungsdeppen gemacht.
Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222
Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell
