Christina Schade: „Die Altparteien lassen die Jugendlichen bei der Berufswahl im Institutionen-Dschungel viel zu oft alleine.“ (FOTO)

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Die über Jahrzehnte SPD-dominierte Landespolitik hat in
Brandenburg ein unübersehbares Sammelsurium von Institutionen,
Organisationen, Einrichtungen, Instrumenten und Vereinen geschaffen,
das neben IHK, HwK und Agentur für Arbeit theoretisch dafür zuständig
sein könnte, die jungen Menschen unseres Landes in Ausbildungen zu
bringen. Ausbildungen in Berufen, die dringend benötigt werden und
die tatsächlich den Interessen der Jugendlichen entsprechen. Doch
niemand weiß, was dieses Sammelsurium wirklich tut und offensichtlich
kann die Landesregierung von allen am wenigsten einschätzen, ob diese
Maßnahmen erfolgreich sind oder nicht. Das zeigt die Antwort auf eine
kleine Anfrage der AfD-Fraktion.

Die wirtschaftspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Landtag
Brandenburg, Christina Schade:

„Die Aufgabe der Berufsvorbereitung ist in Brandenburg auf eine
unüberschaubare Zahl von Schultern verteilt! Offensichtlich fühlt
sich aber niemand wirklich verantwortlich. Wie sonst ist es zu
erklären, dass wir neben dem seit langem bekannten demografisch
bedingten Rückgang der Zahl von Lehrlingen jetzt Lehrstellen nicht
besetzen können und noch schlimmer eine steigende Anzahl unversorgter
Schulabgänger haben? Wie ist es sonst zu erklären, dass Schüler
zunehmend auf den Oberstufenzentren (OSZ) „zwischengeparkt“ werden,
um dort das nachzuholen, was in den 10 Jahren vorher versäumt wurde?
Wie ist es zu erklären, das heute schon weit über 15% der Lehrlinge
im Handwerk Abitur/Fachabitur haben? Wie sonst ist es zu erklären,
dass die Landesregierung feststellt, dass die Jugendlichen heute
19-22 Jahre alt sind, wenn sie in die Berufsausbildung gehen? In die
Berufsausbildung gehen Schüler i.d.R. nach der 10. Klasse. Da sind
sie aber 16-17 Jahre alt!

Wer laut darüber nachdenkt, Fachkräfte im Ausland anzuwerben, hat
das Problem nicht verstanden: Wir brauchen eine stringente
Berufsvorbereitung hier in Brandenburg. Eine Vorbereitung an der sich
die Schüler wirklich orientieren können und nicht 1000
unterschiedliche Zuständigkeiten. Wie an einigen wenigen Schulen in
Brandenburg bereits erfolgreich praktiziert, müssen die jungen Leute
über Jahre begleitet werden. Ausgebildete, engagierte Berater müssen
die Fähigkeiten und Interessen der Schüler erkennen und ihnen bereits
weit vor dem Ende ihrer Schulzeit eine mögliche Karriere aufzeigen.
So können die Schüler erkennen, wofür sie lernen. Dann werden sie am
letzten Schultag nicht in die Unsicherheit oder schlimmstenfalls in
Hartz 4 entlassen. Eine Berufsvorbereitung, koordiniert von einer
zentralen Institution ist dringend geboten, dann müssen wir über
–Fachkräftemangel–, –unbesetzte Ausbildungsstellen– und
–Jugendarbeitslosigkeit– nicht mehr reden. Das aber wird wohl erst
nach einem Politikwechsel im September 2019 möglich sein.“

Pressekontakt:
Detlev Frye
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Original-Content von: AfD-Fraktion im Brandenburgischen Landtag, übermittelt durch news aktuell

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