Der Arbeitsmarkt im Juni 2017: Schwächere Entwicklung am Ende der Frühjahrsbelebung // BA-Presseinfo NR. 15

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„Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Juni
aus saisonalen Gründen weiter zurückgegangen. Die Beschäftigung und
die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern haben erneut
kräftig zugelegt.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur
für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen
Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Juni: -25.000 auf 2.473.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:-142.000

Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 5,5
Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von Mai auf Juni um 25.000
auf 2.473.000 abgenommen. Saisonbereinigt ergibt sich aber ein
leichter Anstieg von 7.000 im Vergleich zum Vormonat. Dies dürfte
auch damit zusammenhängen, dass die begünstigenden Effekte des
außergewöhnlich milden Winterwetters am Ende der Frühjahrsbelebung
aufgewogen werden. Gegenüber dem Vorjahr waren 142.000 weniger
Menschen arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die auch
Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in
kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt
ebenfalls um 7.000 erhöht. Insgesamt belief sie sich im Juni 2017 auf
3.496.000 Personen. Das waren 26.000 weniger als vor einem Jahr.
Damit ist die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich weniger stark
gesunken als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass die
Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegenüber
dem Vorjahr ausgeweitet wurde. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom
Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im
Mai auf 1,57 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,7 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach
Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen
(nach dem Inlandskonzept) im Mai saisonbereinigt gegenüber dem
Vormonat um 36.000 gestiegen. Mit 44,16 Millionen Personen fiel sie
im Vergleich zum Vorjahr um 648.000 höher aus. Der Anstieg geht vor
allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück.
Diese hat nach der Hochrechnung der BA von März auf April
saisonbereinigt um 37.000 zugenommen. Insgesamt waren im April nach
hochgerechneten Angaben 32,03 Millionen Menschen
sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 727.000 mehr als
ein Jahr zuvor.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst auf hohem Niveau
dynamisch weiter. Im Juni waren 731.000 Arbeitsstellen bei der BA
gemeldet, 66.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich
die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 9.000 erhöht. Der
Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für
die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Juni 2017
um 3 Punkte auf 235 Punkte. Im Vorjahresvergleich fällt der Abstand
mit einem Plus von +19 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Geldleistungen

Insgesamt 685.000 Personen erhielten im Juni 2017
Arbeitslosengeld, 41.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der
erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für
Arbeitsuchende (SGB II) lag im Juni bei 4.424.000. Gegenüber Juni
2016 war dies ein Anstieg von 106.000 Personen. 8,1 Prozent der in
Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit
hilfebedürftig.

Ausbildungsmarkt

Die Situation am Ausbildungsmarkt zeigt sich im Beratungsjahr
2016/17 stabil. Von Oktober 2016 bis Juni 2017 meldeten sich bei den
Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 489.000 Bewerber für eine
Ausbildungsstelle. Das waren 2.000 mehr als im Vorjahreszeitraum.
Gleichzeitig waren 496.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 1.000 mehr
als vor einem Jahr. Am häufigsten angeboten wurden Ausbildungsstellen
für angehende Kaufleute im Einzelhandel (30.000), Verkäuferinnen und
Verkäufer (21.000) und Kaufleute für Büromanagement (21.000). Wie in
den Vorjahren zeigen sich auch 2016/17 regionale, berufsfachliche und
qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und
Nachfrage erheblich erschweren. Der Ausbildungsmarkt ist im Juni aber
noch in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung zu
früh.

Den ausführlichen Monatsbericht finden Sie im Internet unter
http://statistik.arbeitsagentur.de.

Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit
finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.

Folgen Sie der Bundesagentur für Arbeit auf Twitter
www.twitter.com/bundesagentur

Pressekontakt:
Bundesagentur für Arbeit
Presseteam
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
Tel.: 0911/179-2218
Fax: 0911/179-1487

Original-Content von: Bundesagentur f?r Arbeit (BA), übermittelt durch news aktuell

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