Der Tagesspiegel: Klagewelle gegen Krankenhäuser: Jens Spahn lädt Beteiligte zu Gesprächen ein

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Gesundheitsminister Jens Spahn bemüht sich darum,
den ausufernden Konflikt zwischen Krankenkassen und Kliniken um
finanzielle Rückforderungen zu entschärfen. „Wir laden alle
Beteiligten in der kommenden Woche zu Gesprächen ein“, sagte der
CDU-Politiker dem Berliner „Tagesspiegel“ (Samstagausgabe). „Eine
Klagewelle hilft am Ende niemandem, insbesondere den Patienten nicht.
Wir wollen zurück zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit von
Krankenkassen und Krankenhäusern.“

Weil der Gesetzgeber die Einspruchsfrist gegen vermeintlich
falsche Klinikrechnungen verkürzt hat, überziehen die Krankenkassen
momentan die Sozialgerichte mit einer beispiellosen Klagewelle. Nach
Schätzungen der beklagten Krankenhäuser ist mit mehr als 200.000
Klagen und Rückforderungen von bis zu einer halben Milliarde Euro zu
rechnen.

Allerdings deuten auch die Krankenkassen mittlerweile ein
Einlenken an. In einem Brief an den Minister, der dem Tagesspiegel
vorliegt, äußert der Ersatzkassenverband VdEK den Wunsch, „zur
Versachlichung beizutragen. „Die Ersatzkassen bieten an, diese Klagen
ruhend zu stellen und im Rahmen von Mediationsgesprächen mit der
Deutschen Krankenhausgesellschaft beziehungsweise mit den
Landeskrankenhausgesellschaften einvernehmliche pragmatische Lösungen
zu erarbeiten“, heißt es darin.

Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an: Der Tagesspiegel,
Newsroom, Telefon: 030-29021-14909.

Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chefin vom Dienst
Patricia Wolf
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