Der Tagesspiegel: Linksextremisten haben im vergangenen Jahr deutlich weniger Gewalttaten begangen als 2017

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Die Polizei hat 2018 bundesweit etwas mehr als 1300
Gewaltdelikte gezählt, die von Autonomen und anderen Linken verübt
wurden. Das erfuhr der “Tagesspiegel” (Samstagausgabe) aus
Sicherheitskreisen. Im Jahr zuvor waren es 1967 linke Gewalttaten.
Auch bei den von Linksextremisten begangenen Straftaten insgesamt
ergab sich ein Rückgang: Die Polizei registrierte mehr als 7000
Delikte, im Jahr zuvor waren es 9752 Straftaten. Bundesinnenminister
Horst Seehofer (CSU) und der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger
Münch, werden die neuen Zahlen kommenden Dienstag in Berlin mit der
Jahresbilanz zu politisch motivierter Kriminalität vorstellen.

Wesentlicher Grund für den Rückgang linker Kriminalität 2018 sei
das Fehlen eines “Großereignisses”, wie es die tagelangen Krawalle im
Juli 2017 während des G-20-Gipfels in Hamburg waren, sagten
Sicherheitskreise. Allerdings gebe es keinen Grund zur Entwarnung.
Die immer wieder aufflammenden Ausschreitungen im Hambacher Forst
seien ein Beleg für die anhaltende Bereitschaft von Linksextremisten,
weiterhin schwere Gewalttaten zu verüben. In der Region westlich von
Köln versuchen militante wie auch friedliche Klimaschützer, den
Energiekonzern RWE an einer Ausweitung des nahen Braunkohletagebaus
in das Waldgebiet hinein zu hindern. Dabei kommt es immer wieder zu
Angriffen auf Mitarbeiter von RWE und die Polizei.

Bei den rechten Straftaten registrierte die Polizei im vergangenen
Jahr keine größere Veränderung. Neonazis und andere Rechte hätten
etwas mehr als 20 000 Straftaten verübt, sagten Sicherheitskreise.
Für 2017 hatte die Polizei 20 520 rechte Delikte gemeldet. Bei den
Gewalttaten gab es 2018 eine geringe Zunahme. Im Jahr zuvor hatte die
Polizei 1130 Gewaltdelikte festgestellt. Die Tendenz zu einer
zahlenmäßig kaum veränderten Entwicklung rechter Kriminalität hatte
sich 2018 bereits in den Antworten der Bundesregierung auf
monatliche Anfragen von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke)
abgezeichnet.

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Telefon 030-29021-14909

Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chefin vom Dienst
Patricia Wolf
Telefon: 030-29021 14013
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