Der Tagesspiegel: Steueranreiz für Aktienkauf: SPD kritisiert Vorstoß von Merz

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Mit seiner Forderung, den Kauf von Aktien durch
Arbeitnehmer steuerlich stärker zu fördern, stößt der Kandidat für
den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, bei der SPD auf heftige Kritik.
„Statt Steuersubventionen für Aktiendeals von wenigen müssen wir die
gesetzliche Rente stärken“, sagte Fraktionsgeschäftsführer Carsten
Schneider dem Berliner „Tagesspiegel“ (Montagausgabe). Generell sei
die Entwicklung in der Union bedenklich: „Soli abschaffen, und mehr
Geld für Verteidigung, jetzt auch noch Steuerfreiheit für
Aktiendeals.“ Mit der Abgabe des Finanzministeriums habe die CDU
„offenbar die Grundrechenarten verlernt“.

Differenzierter äußerte sich der Finanzexperte der
Grünen-Fraktion, Gerhard Schick. Die Altersvorsorge sollte
tatsächlich stärker über produktives Kapital erfolgen, sagte der
Abgeordnete dem „Tagesspiegel“. Allerdings fehle es nicht an
steuerlicher Förderung, sondern an einem guten und einfachen Angebot,
bei dem nicht Banken und Versicherungen die Hand aufhielten. „Wenn
Merz weniger die Interessen von Finanzmarktakteuren im Blick hätte,
würde er unseren Vorschlag für ein einfaches Non-Profit-Produkt zur
Altersvorsorge aufgreifen.“

Vorsichtige Zustimmung zu dem Merz-Vorstoß kam vom Rentenexperten
der Unionsfraktion, Peter Weiß (CDU). Er halte zwar nichts davon, die
Altersvorsorge noch um eine weitere aktienbasierte Säule zu ergänzen,
sagte er dem „Tagesspiegel“. Für die kapitalgedeckten Zusatzsysteme –
also Betriebsrente und geförderte Privatvorsorge wie Riesterrente –
könne mehr Investition in Aktien aber Sinn machen. „Diese Systeme
sollten stärker in deutsche Unternehmen anlegen dürfen, damit deren
wirtschaftlicher Erfolg auch in die Altersvorsorge ihrer
Beschäftigten fließt“, sagte Weiß.

https://www.tagesspiegel.de/politik/friedrich-merz-fordert-steuerl
iche-foerderung-aktien-fuer-die-altersvorsorge/23707972.html

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