Deutsches Kinderhilfswerk: 2019 – Ein Jahr im Zeichen der Kinderrechte

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Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert an Bund,
Länder und Kommunen, anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der
UN-Kinderrechtskonvention in diesem Jahr die Kinderrechte zu einer
Leitlinie von Politik, Rechtsprechung und Verwaltungshandeln zu
machen. „Wer verantwortlich handeln und dabei vor den zukünftigen
Generationen bestehen will, muss die Interessen und Rechte von
Kindern und Jugendlichen als einen –vorrangigen Gesichtspunkt– für
politisches Handeln in den Blick nehmen. Dazu sollten aus Sicht des
Deutschen Kinderhilfswerkes vor allem Kinderrechte im Grundgesetz
verankert, eine aktive Politik zur Überwindung der Kinderarmut in
Deutschland auf den Weg gebracht sowie eine deutliche Stärkung des
Bildungssektors in Angriff genommen werden. Auch wenn es seit der
Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention vor fast 30 Jahren eine
Reihe von Verbesserungen gegeben hat, müssen wir der deutschen
Gesellschaft in der Gesamtschau eine anhaltende Ausblendung und
Verdrängung von Kinderinteressen attestieren“, betont Thomas Krüger,
Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Deswegen kommt aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes der
Aufnahme von Kinderrechten im Grundgesetz besondere Bedeutung zu.
Denn die Kinderrechte leiden in Deutschland noch immer unter einem
gravierenden Umsetzungsdefizit. „Bisher sind die übergreifenden
Grundsätze der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland noch nicht
vollumfänglich in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltungspraxis
verwirklicht. Das Prinzip dieser Konvention, dass nämlich Kinder
Träger eigener Rechte sind, muss sich auch im Wortlaut des
Grundgesetzes wiederfinden. Deshalb sollten die Kinderrechte auf
Förderung, Schutz und Beteiligung sowie der Vorrang des Kindeswohls
bei allem staatlichen Handeln im Grundgesetz gleichrangig
festgeschrieben werden. Gerade eine grundgesetzlich normierte
Beteiligung von Kindern und Jugendlichen folgt darüber hinaus auch
einem gesamtgesellschaftlichen Interesse: Denn eine stärkere
Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird dazu führen, dass sich
die heute jüngere Generation auch später für die Mitgestaltung und
den Erhalt unserer Demokratie engagiert“, so Krüger weiter.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die Bundesregierung zu
Jahresbeginn nachdrücklich dazu auf, neben der Verankerung von
Kinderrechten im Grundgesetz weitere wirksame Maßnahmen für ein
kinderfreundliches Deutschland auf den Weg zu bringen. „Dazu gehört
eine wirksame soziale Absicherung von Kindern ebenso wie gute
Bildungschancen für alle Kinder. Es reicht es nicht aus,
Kinderfreundlichkeit in Sonntagsreden immer wieder zu beschwören.
Gerade die Politik hat entscheidenden Anteil und Verantwortung für
die Gestaltung und finanzielle Absicherung einer kinderfreundlichen,
und damit zukunftsfähigen Gesellschaft, die auf eine Stärkung
nachwachsender Generationen angewiesen ist“, so Krüger.

Die UN-Kinderrechtskonvention wurde am 20. November 1989 von der
Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen. Nach der
UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder einen Anspruch auf besondere
Fürsorge und Unterstützung, auf Förderung und Schutz, eine
gewaltfreie und sie schützende Erziehung, auf Bildung und Ausbildung,
auf eine Erziehung zu demokratischen Einwohnerinnen und Einwohnern
sowie auf ihre angemessene Beteiligung am politischen und
gesellschaftlichen Leben.

Weitere Informationen und Rückfragen:

Uwe Kamp, Pressesprecher
Mobil: 0160-6373155
Mail: presse@dkhw.de
Internet: www.dkhw.de und www.facebook.com/dkhw.de
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Original-Content von: Deutsches Kinderhilfswerk e.V., übermittelt durch news aktuell

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