Ehrenamt stärker anerkennen und fördern! / Johanniter empfehlen Stärkung der ehrenamtlichen Strukturen im Bevölkerungsschutz (FOTO)

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Mehr als 1,8 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland
ehrenamtlich im Bevölkerungsschutz. Sie sind organisiert in
Hilfsorganisationen wie der Johanniter-Unfall-Hilfe, in Feuerwehren
oder beim Technischen Hilfswerk (THW). Ohne diese engagierten
ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer würde der Zivil- und
Katastrophenschutz in Deutschland nicht funktionieren.

Die Ehrenamtlichen der Johanniter-Unfall-Hilfe evakuieren zum
Beispiel Menschen bei Bombenentschärfungen, bieten Flutopfern ein
Dach über den Kopf oder unterstützen Großveranstaltungen
sanitätsdienstlich. Spezielle Einheiten, wie die
Schnelleinsatzgruppen (SEG), sind rund um die Uhr einsatzbereit. All
dies tun sie in ihrer Freizeit und unentgeltlich.

Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstandes der
Johanniter-Unfall-Hilfe, resümiert: „Viel Zeit und Engagement werden
von Seiten der Hilfsorganisationen, aber auch von Seiten unserer
ehrenamtlichen Helfer in die Ausbildung und in die technische
Ausstattung gesteckt, damit sie im Einsatzfall qualifizierte Hilfe
leisten können. Das verdient gesellschaftliche Anerkennung. Die
Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist in unserer
Gesellschaft weiterhin hoch. Wir spüren aber auch, dass es immer
schwieriger wird, Menschen für ein langfristiges ehrenamtliches
Ehrenamt zu gewinnen. Daher müssen wir neue Wege der Ansprache finden
und auch zusätzliche niedrigschwellige Angebote bieten. Gleichzeitig
sollten die Rahmenbedingungen für ein dauerhaftes und verlässliches
Engagement verbessert werden“, so Lüssem weiter.

Um auch zukünftig für den Bevölkerungsschutz genügend
Ehrenamtliche zu gewinnen, empfiehlt die Johanniter-Unfall-Hilfe:

1. Gleichstellung der Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen mit
denen von Feuerwehr und THW

Auch Ehrenamtliche von Hilfsorganisationen werden zu Einsätzen im
Zivil- und Katastrophenschutz alarmiert. Oft unterhalb der
sogenannten Katastrophenschwelle. Die Freistellung vom Arbeitgeber,
die Erstattung des Verdienstausfalls und eine soziale Absicherung bei
Unfällen sollten auch für sie gesetzlich verankert sein.

2. Förderung der Anerkennungskultur

Anerkennung motiviert und fördert ehrenamtliches Engagement.
Spezielle Anreize für Arbeitgeber können dazu beitragen, das
ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeitenden zu unterstützen.

3. Förderung der Diversität in den Einsatzdiensten

Nicht nur technikaffine Männer sind für den Bevölkerungsschutz
geeignet. Ehrenamtliche nach ihren spezifischen Fähigkeiten
auszuwählen, öffnet den Kreis der potentiellen Interessenten. Denn
bisher sind Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und
Quereinsteiger im Bevölkerungsschutz unterrepräsentiert.

4. Finanzielle Anreize setzen

Im Bevölkerungsschutz engagieren sich besonders viele Menschen
dauerhaft. Viele Stunden der eigenen Freizeit werden eingesetzt. Eine
Anrechnung der aktiven Tätigkeit auf die Rente (nach SGB VI) oder als
eigenständige Zusatzrente sind denkbar. Auch die Anrechnung des
ehrenamtlichen Engagements auf Wartesemester für einen schnelleren
Hochschulzugang wäre ein Anreiz. Ermäßigungen für
Veranstaltungstickets und bei Eintrittspreisen können zusätzlich
motivieren.

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist mit rund 22.000
Beschäftigten, mehr als 37.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern
und rund 1,3 Millionen Fördermitgliedern eine der größten
Hilfsorganisationen in Deutschland. Die Johanniter-Unfall-Hilfe
engagiert sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst,
Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken
Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität,
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen
Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe
im Ausland.

Mehr Informationen zum ehrenamtlichen Engagement bei den
Johannitern finden Sie hier: www.johanniter.de/ehrenamt

Weitere Positionen der Johanniter sind hier zu finden:
http://ots.de/lmo7bT

Pressekontakt:
Juliane Flurschütz, Pressereferentin
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Bundesgeschäftsstelle
Lützowstraße 94, 10785 Berlin

Tel. 030 26997-361
Fax 030 26997-359
Mobil 0173 6193409
juliane.flurschuetz@johanniter.de
www.johanniter-medien.de

Original-Content von: Johanniter Unfall Hilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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