Fünf Jahre vergehen wie im Fluge, wenn alles klappt. Doch sie sind eine Ewigkeit, wenn man an Bürokratie und Formularen verzweifelt, am Amtsschimmel. Vieles ist gelungen seit der großen Katastrophe, manches besser als erwartet. Die Touristen, Wanderer und Weinfreunde kehren in immer größerer Zahl zurück und staunen über das Erreichte, wundern sich aber auch, was noch nicht geschafft ist, und wie viele Gebäude wieder in Ufernähe stehen. Es fehlen weiter zentrale Brücken, Geschädigte und Kommunen kämpfen gegen Widerstände. Der Wiederaufbaufonds ist oft mehr Fessel als Hilfe. Wer nur das aufbauen darf, was vor der Flut existierte, zementiert die Verwundbarkeit von gestern.
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