Fünf Jahre nach dem Machtwechsel bleibt Afghanistan eine der größten humanitären Krisen weltweit, warnt die internationale Hilfsorganisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe. „Fast die Hälfte der Bevölkerung ist auf humanitäre Hilfe angewiesen, 17,4 Millionen Menschen leiden Hunger. Insbesondere Kinder kämpfen aufgrund der dramatischen Ernährungssituation ums Überleben. Gleichzeitig verschärfen anhaltende Armut, wiederkehrende Klimaschocks sowie Vertreibungen aus den Nachbarländern die Notlage weiter“, sagt Help-Programm-Manager Julian Loh.
„Aktuell unterstützen wir besonders betroffene Menschen in Westafghanistan mit Hilfsgütern und Bargeld. Darunter sind auch Familien, die zur Rückkehr aus Nachbarländern wie dem Iran nach Afghanistan gezwungen wurden – seit 2023 waren das fast sechs Millionen Menschen! Zudem haben wir betroffene Familien nach den schweren Erdbeben und Überschwemmungen im vergangenen Jahr mit Nothilfe unterstützt“, berichtet Loh. „Viele dieser Menschen haben alles verloren und stehen nun vor dem Nichts.“
Help in Afghanistan: Mit nachhaltiger Landwirtschaft gegen den Hunger
Ein weiterer Schwerpunkt der Hilfe liegt auf der langfristigen Verbesserung der Ernährungssituation. „Die Auswirkungen der Klimakrise treffen Afghanistan besonders hart, immer öfter kommt es zu Dürren und Überschwemmungen, die die Ernten zerstören. Wir unterstützen Kleinbäuer:innen dabei, ihre Landwirtschaft nachhaltig und klimaresistent auszurichten, damit sie sich und ihre Familien langfristig selbst versorgen können“, so Loh. Jedoch: „Angesichts der großen Not in Afghanistan reicht das bei weitem nicht aus. Um unsere Hilfe ausweiten zu können, sind wir dringend auf Spenden angewiesen.“
Help ist seit 45 Jahren in Afghanistan aktiv. Neben der Nothilfe setzt die Hilfsorganisation vor allem auf einkommensschaffende Maßnahmen, etwa durch wirtschaftliche und berufliche Bildung – ganz nach dem Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“. „Zwanzig Jahre lang haben wir jungen Menschen eine Berufsausbildung ermöglicht, damit sie und ihre Familien dem Armutskreislauf entkommen konnten. Aufgrund der starken Mittelkürzungen für humanitäre Hilfe mussten wir diese Projekte jedoch ersatzlos einstellen“, berichtet Loh. „Die Aufmerksamkeit und Unterstützung für Afghanistan ist in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen – dabei ist Hilfe jetzt wichtiger denn je.“
Für weitere Informationen oder Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an presse(at)help-ev.de oder telefonisch an +49 (0)173 7107454.
Help – Hilfe zur Selbsthilfe
Online spenden (https://www.help-ev.de/spenden/?fb_item_id=2929#c30898)
Mehr Infos (https://www.help-ev.de/spenden-afghanistan/)
Stichwort: Afghanistan
IBAN: DE47 3708 0040 0240 0030 00
Commerzbank Köln
Pressekontakt:
Help – Hilfe zur Selbsthilfe
Help-Presseteam
Adenauerallee 131a
53113 Bonn
Mobil: +49 (0) 173 2790 438/ +49 (0) 173 710 74 54
E-Mail: presse@help-ev.de
www.help-ev.de
Original-Content von: Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
