Feuerwehren arbeiten eigene NS-Geschichte auf / Ehrenamtliche Einsatzkräfte werden in Workshops wissenschaftlich unterstützt

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Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und das Deutsche
Feuerwehr-Museum (DFM) Fulda wollen zusammen mit der Justus-Liebig-Universität
Gießen die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehren im Nationalsozialismus
aufarbeiten – und dabei die Menschen vor Ort einbinden. Das Projekt “Feuerwehren
in der NS-Zeit” wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau
und Heimat.

In vier begleiteten Workshops finden die Freiwilligen Feuerwehren vor Ort
gemeinsam mit Fachleuten heraus, in welcher Weise sich der Nationalsozialismus
ganz konkret in ihrer Wehr ausgewirkt hat. Die Workshops leitet der Historiker
Clemens Tangerding. Für Fragen zur Feuerwehrgeschichte stehen Rolf Schamberger
und Johannes Habermehl vom DFM bereit. Am Ende präsentiert jede Feuerwehr die
selbst erarbeiteten Ergebnisse in Form einer Ausstellung, einer Broschüre oder
einer Online-Seite.

“Wir glauben, dass es ein deutliches Signal setzt, wenn nicht Experten von außen
die NS-Geschichte aufarbeiten, sondern ziehen es bewusst vor, dass sich die
Mitglieder der Wehren selbst daran beteiligen”, meint Projektleiter Rolf
Schamberger. Der Leiter des Deutschen Feuerwehr-Museums Fulda möchte zu dem
Projekt bewusst alle Feuerwehrleute einladen und nicht nur die, die sich ohnehin
für die NS-Geschichte interessieren: “Jeder, der möchte, kann zu uns kommen. Wir
sind natürlich auch offen für kritische Stimmen.”

Begleitet wird das Projekt von einem wissenschaftlichen Beirat unter der Leitung
der Gießener Historikerin Ulrike Weckel. Das Gremium erstellt einen Leitfaden
für die Aufarbeitung der NS-Geschichte mit Laien, der am Ende des ersten
Projektjahres der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Außerdem wird es vier
Vorträge geben, in denen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Presse
ihre Gedanken zur Aufarbeitung der NS-Zeit in Deutschland vorstellen. Bei
Interesse an einer Teilnahme oder Fragen steht das Projektteam per E-Mail unter
aufarbeitung@dfv.org oder telefonisch unter (030) 263 763 53 zur Verfügung.

Pressekontakt:
Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Silvia Darmstädter
Telefon: 030-28 88 48 823
Fax: 030-28 88 48 809
darmstaedter@dfv.org

Facebook: www.facebook.de/112willkommen
Twitter: @FeuerwehrDFV

Original-Content von: Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV), übermittelt durch news aktuell

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