Frankfurter Rundschau: Sieg ohne Freude

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Mit der Mehrheit im Repräsentantenhaus haben die
Demokraten einen Pflock eingeschlagen. Sie haben das faktische
Einparteiensystem in den USA beendet und werden den zunehmend
autoritär und absolutistisch agierenden Präsidenten endlich jener
parlamentarischen Kontrolle unterwerfen, die seine republikanischen
Speichellecker verweigern. Und sie haben der Welt mit einer Vielzahl
junger, weiblicher, nicht-weißer oder schwuler Kandidaten gezeigt,
dass Amerika viel bunter ist, als es der apokalyptische Angstmacher
im Weißen Haus vermuten lässt. Das ist ein historisches Verdienst.
Ein Grund zur Euphorie ist es aber nicht. Zur Mitte der Amtszeit
jedes Präsidenten ist ein Pendelausschlag in die andere Richtung
normal. Dass er trotz Trumps unerhörter Amtsführung, der pausenlosen
Diffamierung des politischen Gegners, der Hetze gegen Minderheiten
und seiner Tausenden Lügen nicht kraftvoller ausfiel, wirkt
enttäuschend.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell

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