Frankfurter Rundschau: Verhandeln – sonst nichts

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Die Spannungen um Nordkorea sind zu einer
Nuklearkrise eskaliert. Wenn nur eine Seite sich unbesonnen verhält,
droht ein Krieg, bei dem Millionen Menschen sterben. In dieser Not
könnte Donald Trump seine vorgeblich größte Stärke ausspielen:
Verhandlungsgeschick. Sein bestverkauftes Buch heißt „The Art of the
Deal“. Ein Rat: Man muss sich alle Optionen offenhalten und seinen
Gegner kennen. Genau so ein Taktiker ist jetzt gefragt. Stattdessen
bekommen wir einen Trump, dessen Lager sich widerspricht.
Außenminister Rex Tillerson redet von Diplomatie, CIA-Chef Mike
Pompeo fordert einen Regimewechsel. Sicherheitsberater Herbert
McMaster faselt vom Präventivkrieg. Dabei ist es ganz einfach. Die
Option eines Erstschlags gegen Nordkorea muss vom Tisch, dafür müssen
US-Abgesandte nach Pjöngjang reisen und einen guten „Deal“
herausholen. So ekelhaft Kim sein mag – es muss erst einmal alles
getan werden, um einen Krieg zu verhindern. Dazu gehören auch
Zugeständnisse an einen Gewaltherrscher.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
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