Die in Halle ansässige Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat Teile der Ticket-Verkaufspraxis des Fußball-Weltverbands Fifa bei der zurückliegenden Weltmeisterschaft für illegal erklärt. Die Behörde habe nach monatelanger Prüfung Verstöße gegen die Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags festgestellt, das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Donnerstagsausgabe).
Nach Angaben einer GGL-Sprecherin fiel das Vorgehen der Fifa nach deutschem Recht teilweise unter Glücksspiel. Grund dafür sei insbesondere gewesen, dass Käufer Geld für Tickets zahlten, ohne zu diesem Zeitpunkt sicher zu wissen, welchen konkreten Sitzplatz beziehungsweise welche Sitzplatzkategorie sie letztlich erhalten würden. „Man hat Geld eingezahlt und das Ergebnis war am Ende vom Zufall abhängig“, sagte die Sprecherin der Zeitung.
Da die Fifa in Deutschland keine Erlaubnis zum Veranstalten von Glücksspielen habe, sei diese Praxis unzulässig gewesen. Die Fifa habe gegenüber der Behörde angekündigt, den Ticketverkauf künftig gesetzeskonform zu organisieren. Die Aufsicht werde die Verkaufspraxis des Verbandes weiterhin anlassbezogen prüfen.
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