Kölner Stadt-Anzeiger: Freigesprochener im Fall Niklas durch neue Aussage belastet – Strafverfolger vermuten Lüge

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Köln/Bonn. Neue Wende im Fall des getöteten Schülers
Niklas: Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag-Ausgabe) aus
Justizkreisen erfuhr, ist der im vergangenen Jahr freigesprochene
Hauptangeklagte Walid S. (22) schwer belastet worden. Der damals
wegen Mittäterschaft zu einer Bewährungsstrafe verurteilt 22-jährige
Roman W. hat nun ausgesagt, dass Walid S. vor zwei Jahren in einer
Nacht Anfang Mai den 17-jährigen Schüler Niklas P. niedergeschlagen
und gegen den Kopf getreten habe.

Recherchen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ zufolge gehen die
Strafverfolger allerdings davon aus, dass der Belastungszeuge
vermutlich gelogen hat – wohlwissend, dass eine Wiederaufnahme des
Verfahrens gegen den einstigen Hauptverdächtigen aus
formalrechtlichen Gründen nicht möglich ist. Martin Kretschmer,
Anwalt von Walid S., unterstellt dem Zeugen ganz andere Motive: „Das
ist ein hilfloser Versuch, den wahren Täter zu schützen.“ Schließlich
sei der Belastungszeuge eng mit einer Person befreundet, die lange
Zeit als Tatverdächtiger im Fall Niklas galt. Die Akte gegen den
22-jährigen Tunesier wurde aus Mangel an Beweisen vorerst
geschlossen.

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080

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