Kühnert widerspricht Gedanken über Fusion von SPD und LINKE

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Angesicht großer gesellschaftlicher Probleme wie Klimawandel,
Altersarmut und Pflegenotstand fordert der Vizechef der SPD und Juso-Vorsitzende
Kevin Kühnert eine Rückbesinnung auf die Gemeinschaft. “Das Kollektive muss
wieder stärker in den Vordergrund gerückt werden, wenn wir nicht eine Gewinner-
und Verlierergesellschaft produzieren wollen”, sagte Kühnert gegenüber
“nd.DieWoche, der Wochenendausgabe des Zeitung “neues deutschland”.

Es gebe gesellschaftliche Entwicklungen, an denen sichtbar werde, warum
Hyperindividualisierung die Probleme unserer Gesellschaft nicht wird lösen
können. “Insofern glaube ich, gibt es ein Potenzial für eine Gegenbewegung”, so
Kühnert. Die politische Linke müsse gleichzeitig der Vereinzelung der
Gesellschaft insoweit Rechnung tragen, dass sie eine gewisse Ausdifferenzierung
zulässt. Darum widerspricht er Forderungen aus seiner Partei, über eine Fusion
mit der Linkspartei nachzudenken. “Wenn man der politischen Konkurrenz einen
Gefallen tun will, führt man eine Fusionsdiskussion zu SPD und LINKE”, so
Kühnert.

Zu Meidenkommentaren, Kühnert sei beim SPD-Basisentscheid über die neue
Parteiführung ein Königsmacher gewesen, sagte er: “Mich nerven solche
Zuschreibungen. Sie stehen für eine Vereinfachung von Politik.” Bei der Wahl zum
neuen SPD-Vorsitz hätten Einzelpersonen so wenig Einfluss wie nie zuvor gehabt.

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