Mitteldeutsche Zeitung: Fremdenhass/Tröglitz Sachsen-Anhalts Ex-Ministerpräsident Böhmer ruft Bevölkerung zur Gegenwehr auf

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Der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt,
Wolfgang Böhmer (CDU), hat die Geschehnisse in Tröglitz
(Sachsen-Anhalt) kritisiert und die Bevölkerung zur Gegenwehr
aufgerufen. „Das ist beschämend für uns alle“, sagte er der in Halle
erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe). „Man muss
da durchhalten. Es geht nicht anders. Ich bin sicher, dass weder der
Ministerpräsident noch der Innenminister zurückweichen. Und auch der
Landrat gibt sich redlich Mühe. Ich hoffe, dass dort, wo es schwierig
wird, das Rettende hoffentlich auch wächst und zusammen schmiedet und
die Leute versuchen, solchen Tendenzen zu widerstehen.“ Böhmer fügte
hinzu: „Wir haben in Deutschland eine zwar nicht allzu große, aber
organisierte rechtsradikale Truppe. Nur dort kann ich eine Ursache
dafür sehen. Dass es Brandstiftung war, ist ja so gut wie sicher. Und
wer außer denen, die schon bisher gegen die Aufnahme von Flüchtlingen
demonstriert haben, sollte denn so was machen? Es ist nicht das erste
Mal, dass Wohnunterkünfte von Flüchtlingen brennen.“

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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