Mitteldeutsche Zeitung: Zeitzer Stadtwerke-Affäre – Bankchef Maas soll Amt ruhen lassen

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Der Chef der landeseigenen Investitionsbank (IB),
Manfred Maas, soll nach Informationen der in Halle erscheinenden
Mitteldeutschen Zeitung (Donnerstagausgabe) seinen Posten ruhen
lassen. Hintergrund der überraschenden Maßnahme ist nach
Informationen der Zeitung die Zeitzer Stadtwerkeaffäre um Einladungen
zu Bundesliga-Fußballspielen. Es soll um mehr Einladungen gehen als
bisher bekannt. Dazu laufen staatsanwaltliche Ermittlungen, deshalb
sollen bei der Investionsbank in Magdeburg nun auch von Ermittlern
Unterlagen gesichert worden sein. Die IB ist eine Tochter der
Norddeutschen Landesbank (Nord/LB). Nach Informationen der Zeitung
sucht die Nord/LB einen Weg, Maas davon zu überzeugen, sein Amt bis
zur Klärung der Vorwürfe ruhen zu lassen. Dazu soll es an diesem
Donnerstag ein Gespräch mit Maas geben. Zu der neuen Entwicklung war
von der Nord/LB am Mittwochabend keine Stellungnahme zu erhalten,
Manfred Maas war nicht erreichbar. Die Entwicklung ist überraschend,
weil es schien, als drohten Maas in der Zeitzer Stadtwerkeaffäre
keine Konsequenzen. Ende Januar 2017 hatte die Mitteldeutsche Zeitung
aufgedeckt, dass unter anderem Bankchef Maas auf Einladung der
Stadtwerke Zeitz Spiele des FC Schalke 04 und des FC Bayern München
besucht hatte. Nach einer monatelangen Prüfung hatte die Nord/LB Maas
allerdings entlastet. Man habe „keine gravierenden Verstöße“ gegen
die damaligen Ethik-Regeln festgestellt, teilte die Bank damals mit.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

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