Mitteldeutsche Zeitung: zu Familien-Synode

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Alles, was als Zwischenstand über die Öffnung für
alternative Lebensformen wie homosexuelle Partnerschaften oder über
die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zu den Sakramenten zu
lesen war, ist erst einmal hinfällig. Abgeschwächt in „Die einen
sagen so, die anderen so“-Formeln, findet sich manches nur im Text,
weil der Papst es so wollte. Franziskus hält damit zumindest die
Debatte offen. Er widersteht der Versuchung, autoritär zu
entscheiden. Das ist klug, weil seine Kirche weithin gespalten ist.
Längst hat der Pluralismus die Weltorganisation katholische Kirche
erfasst. Das erschwert global einheitliche, verbindliche Lösungen.
Die Kunst katholischer Differenzierung ist daher die eigentliche
Aufgabe für eine Kirche, wie Franziskus sie sich wünscht.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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