Mitteldeutsche Zeitung: zum NSU-Prozess

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27,5 Millionen Euro hat der NSU-Prozess bisher
gekostet. Sehr viel Steuergeld, mit dem man viel Konstruktives
anstellen könnte. Lehrer oder Polizisten einstellen zum Beispiel.
Oder Schulen sanieren und Straßen erneuern. Stattdessen wurde für
all das Geld mehr als fünf Jahre lang gegen die Rechtsterroristin
Beate Zschäpe und ihre Helfer verhandelt. Und das war vermutlich auch
noch nicht alles: Alle Parteien haben Revision angekündigt, es ist
möglich, dass am Ende neu verhandelt werden muss. Der staatliche
Aufwand ist auf den ersten Blick schwer zu fassen, er ist allerdings
gerechtfertigt. Denn es ist die Antwort des Rechtsstaates auf
unfassbare Taten. Wenn man sich empören möchte, dann bitte nicht
darüber, was uns der Rechtsstaat kostet – sondern darüber, dass ein
Terrortrio wie der „Nationalsozialistische Untergrund“ sich überhaupt
etablieren konnte.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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