Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Politik will Zugang zu Physiotherapie erleichtern Patientenwohl geht vor Matthias Bungeroth

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Erst im vergangenen Herbst startete der
Berufsverband der Physiotherapeuten in Deutschland die Kampagne
„Physiotherapie ist mehr wert“. Rund 180.000 Unterzeichner setzen
sich dafür ein, dass Physiotherapeuten, Masseure und Logopäden für
ihre Arbeit künftig besser bezahlt werden. In der Tat ist die
Brutto-Einnahme von 10 bis 15 Euro, die selbstständige
Krankengymnasten für eine einzelne Behandlung verbuchen können, kein
Verdienst, der für diesen qualifizierten Beruf auch künftig
ausreichend Nachwuchs sichern wird. Doch diesen brauchen wir in
Deutschland dringend. Insofern ist die von der Politik geführte
Debatte grundsätzlich richtig. Wie eine Lösung aussehen kann, muss
nun erarbeitet werden. Im Mittelpunkt muss das Patientenwohl stehen.
Der Patient braucht für alle Leistungen, die ihm das Gesundheitswesen
zur Verfügung stellt, eine fachlich kompetente Diagnose- und
Beratungsinstanz, die im Zweifel die Verantwortung für Erfolg oder
Misserfolg von Therapien übernimmt. Dies ist der Hausarzt. Will man
ihm Kompetenzen wegnehmen, öffnet man die Tür in ein neues,
diversifizierteres, aber auch industrialisierteres und
unübersichtlicheres Gesundheitssystem. Der Patient ist mehr auf sich
allein gestellt. Ein ganzheitlicher Mittelweg verspricht den größten
Erfolg.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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