NOZ: Früherer CDU-Generalsekretär lehnt Mitgliederentscheid zur Klärung der Merkel-Nachfolge ab

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Früherer CDU-Generalsekretär lehnt
Mitgliederentscheid zur Klärung der Merkel-Nachfolge ab

Polenz: Schon aus formalen Gründen unrealistisch“ – Votum für
Regionalkonferenzen – Auch Niedersachen-Landesgruppe im Bundestag
dafür

Osnabrück. Der frühere CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz hält
einen CDU-Mitgliederentscheid zur Klärung der Merkel-Nachfolge schon
aus formalen Gründen für unrealistisch. Für ein solches Verfahren
müsste die CDU-Satzung geändert werden, sagte Polenz der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“. Als Folge könne ein Mitgliederentscheid erst im
Januar 2019 stattfinden. „Bei mehreren Kandidaten muss auch eine
mögliche Stichwahl eingeplant werden. Denn die oder der neue
CDU-Vorsitzende sollte schon wenigstens die Hälfte der CDU hinter
sich haben“, betonte der CDU-Politiker. Zwei Direktwahlen halte er
aber „nicht für den richtigen Weg“. Polenz nannte es aber „sehr
wichtig“, dass die Kandidatinnen und Kandidaten in den kommenden fünf
Wochen in zehn oder zwölf Regionalkonferenzen ihre Vorstellungen
gegenüber den CDU-Mitgliedern erläutern. „Es wäre eine vertane
Chance, wenn dies nur an einem Vormittag auf dem CDU-Bundesparteitag
in Hamburg geschähe“, erklärte der Ex-Generalsekretär der
Christdemokraten.

Auch der Vorsitzende der niedersächsischen CDU-Abgeordneten im
Bundestag, Mathias Middelberg, hat sich in der Debatte um die
Merkel-Nachfolge für Regionalkonferenzen ausgesprochen. „Diese
Treffen sind wichtig , damit die Kandidaten ihre Positionen darlegen
und von den Mitgliedern befragt werden können“, sagte Middelberg der
„NOZ“. Er sei „grundsätzlich offen“ auch für eine
Mitgliederbefragung. „Zeitlich wird dies aber jetzt kaum noch
realisierbar sein“, sagte Middelberg, der auch innenpolitischer
Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist. Die CDU wird auf einem
Bundesparteitag Anfang Dezember einen Nachfolgerin oder einen
Nachfolger der derzeitigen CDU-Chefin Angela Merkel wählen, die nicht
wieder antreten will.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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