NOZ: Gespräch mit Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)

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Industrie-und Handelskammertag warnt vor
Auftragsverlusten wegen Streikwelle

„Produktion gestört“ – Wansleben: Empfindliche Beeinträchtigungen
vor allem für Automobilwirtschaft

Osnabrück.- Der Deutsche Industrie-und Handelskammertag (DIHK)
befürchtet angesichts der Dauerstreiks in Deutschland
Produktionsstörungen und Auftragsverluste. In einem Gespräch mit der
„Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag) erklärte
Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Schlüsselbranchen wie die
Automobilindustrie seien komplett auf Just-in-time-Produktion
ausgerichtet. Streiks bei der Bahn über mehrere Tage führten zu
empfindlichen Beeinträchtigungen, weil Transporte oft nicht
kurzfristig auf Straßen oder Schiffe verlagert werden könnten.
Ebenfalls gestört seien die Prozesse in der Chemie- und der
Montanindustrie, in der Mineralölwirtschaft sowie in der
Energieversorgung. Der Anteil der Schiene im Güterverkehr liege
derzeit bei rund 16 Prozent, hob Wansleben hervor. Auch im
Luftverkehr gelte, je länger die Streiks dauerten, desto
schwerwiegender seien die Produktionsstörungen – gerade weil per
Luftfracht besonders hochwertige und wichtige Teile, aber auch
verderbliche Waren transportiert würden . „Wenn zusätzlich
Geschäftstermine nicht eingehalten werden, kann das auch Aufträge
kosten“, sagte Wansleben.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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