NOZ: Grüne: Ministerin Karliczek muss “Bachelor Professional” vom Tisch nehmen

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“Eigenmächtig neue Namen für berufliche
Abschlüsse in Gesetzesnovelle geschrieben” – Runder Tisch soll
entscheiden

Osnabrück. Die Grünen haben Bundesbildungsministerin Anja
Karliczek (CDU) aufgefordert, ihre Pläne zur Umbenennung beruflicher
Abschlüsse zurückzunehmen. “Gewerkschaften, Arbeitgeber, Länder und
Wissenschaft laufen Sturm gegen die Abschlussbezeichnungen, die
Ministerin Karliczek eigenmächtig in die Novelle des
Berufsbildungsgesetzes hineingeschrieben hat”, sagte der
Bildungsexperte der Grünen-Bundestagsfraktion, Kai Gehring, der
“Neuen Osnabrücker Zeitung”. Karliczek will im Bereich der
Berufsbildung künftig unter anderem die Bezeichnungen “Bachelor
Professional” und “Master Professional” verwenden. Der Meister wird
zum “Bachelor Professional”, der Betriebswirt zum “Master
Professional in Betriebswirtschaft”. Darüber will der
Bildungsausschuss des Bundestags an diesem Mittwoch beraten.

Gehring appellierte an Karliczek, ihre “Fehler selbst zu beheben”.
Dann sei der Weg frei für eine gemeinsam getragene Lösung. Eine Runde
aus Sozialpartnern, Wissenschaft, Ländern und Bundestagsfraktionen
sei das richtige Format, einen Kompromiss bei den
Abschlussbezeichnungen herbeizuführen, hob Gehring hervor. Die
Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung werde im
Übrigen nicht durch der Wissenschaft entliehene
Abschlussbezeichnungen erreicht, sondern durch Gleichbehandlung und
mehr Durchlässigkeit in beide Richtungen.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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