NOZ: Landkreise fordern „neuesten Mobilfunk bis zur letzten Milchkanne“ bis 2024

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Präsident Sager: Ausbau des Breitbandes kostet
rund zwölf Milliarden Euro

Osnabrück. Der Präsident des Deutschen Landkreistags, Reinhard
Sager, hat kurz vor der Jahrestagung auf Schloss Merseburg
(Sachsen-Anhalt) massive finanzielle Unterstützung vom Bund
gefordert. „Ich erwarte, dass bis spätestens 2024 jeder Bürger
schnelles Internet hat – egal wo er wohnt“, sagte der CDU-Politiker
der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der Ausbau des Breitbandes kostet
nach Angaben des 60-Jährigen rund zwölf Milliarden Euro. Zur
Finanzierung soll der Bund nach seinen Worten die rund 6,5 Milliarden
Euro zur Verfügung stellen, die er mit der Versteigerung der
5G-Mobilfunklizenzen erzielt hat. „Für den Rest muss der Bund eigene
Steuermittel in die Hand nehmen.“ Für Sager ist eines klar: „Wir
brauchen schnelles Internet und neuesten Mobilfunk bis zur letzten
Milchkanne – und auch da, wo es keine Milchkanne mehr gibt.“ Wenn der
ländliche Raum nicht strukturell gefördert werde, drohten ein
Auseinanderdriften der Gesellschaft und weiterer Zulauf für
Populisten.

Der Deutsche Landkreistag, der 294 Kreise vertritt, berät an
diesem Mittwoch auf seiner Jahrestagung unter der Überschrift „Kreise
als Kraftzentren der ländlichen Räume“. Zu den Rednern gehören neben
Sager die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia
Klöckner und der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Reiner
Haseloff (beide CDU).

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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