NOZ: Niedersachsen widerspricht Bund: Uni Osnabrück nicht für Imam-Ausbildung verantwortlich

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Niedersachsen widerspricht Bund: Uni Osnabrück nicht für
Imam-Ausbildung verantwortlich

Bundesinnenministerium und Land wollen sich bei Förderung nicht festlegen

Osnabrück. Das Land Niedersachsen widerspricht dem Bund in Sachen
Imam-Ausbildung. Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn
Thümler, betonte gegenüber der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ): “Bei den
angesprochenen Projektüberlegungen handelt es sich nicht um ein Projekt in der
Verantwortung der Universität Osnabrück oder des Instituts für Islamische
Theologie.” Das niedersächsische Ministerium gibt an, über das Projekt
informiert zu sein und einen entsprechenden Trägerverein für die Ausbildung von
Imamen zu unterstützen. Aber: “Ob darüber hinaus eine anteilige Finanzierung des
Projektes erforderlich und umsetzbar ist, wird zu gegebener Zeit zu entscheiden
sein.” Letztlich handele es sich um ein Projekt der Deutschen Islamkonferenz,
die ihrerseits an das Bundesinnenministerium angedockt ist, unterstreicht das
Land. Grundsätzlich begrüße der Wissenschaftsminister das Vorhaben, heißt es in
Niedersachsen. “Es ist ein mutiger und konsequenter Schritt in die richtige
Richtung”, erklärte Thümler.

Das Bundesinnenministerium betonte dagegen erneut gegenüber der NOZ, islamische
Theologen der Uni Osnabrück, Dachverbände und Muslime wollten das Projekt
gemeinsam starten. Die Ausbildung und der Einsatz religiösen Personals bleibe
“aus verfassungsrechtlichen Gründen eine Angelegenheit der religiösen
Gemeinschaften”. Eine staatliche Regelung für die Imam-Ausbildung könne und
werde es nicht geben. Vielmehr gehe es um die Erprobung von Wegen, auf denen
Staat und religiöse Gemeinschaften kooperieren könnten.

Wie das Land will auch der Bund sich nicht festlegen, wie viel Geld in das
Projekt investiert wird. Das “hängt von einer Reihe von Faktoren ab”, teilte das
Bundesinnenministerium mit – unter anderem von der Gründung des Trägervereins
und dem entsprechenden Projektantrag.

Pressekontakt:
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Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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