NOZ: NOZ: Jochen Schweizer beendete Stuntman-Karriere dem Sohn zuliebe

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Jochen Schweizer: Stuntman-Karriere dem Sohn
zuliebe beendet

Emotionales Erlebnis vor einem Bungee-Sprung – Ausstieg bei der
„Höhle der Löwen“, weil er alles erreicht hatte

Osnabrück. Unternehmer Jochen Schweizer hat seine Karriere als
Stuntman im Jahr 1997 seinem Sohn zuliebe beendet. Grund dafür sei
ein ganz bewegendes Ereignis vor einem Bungee-Sprung gewesen, sagte
der 60-Jährige der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag): „Morgens um
7.30 Uhr rief mich mein damals achtjähriger Sohn an und sagte: –Papa,
ich will nicht, dass Du diesen Sprung machst.– Das hat mich so
berührt, dass ich ihm versprochen habe, dass ich diesen Sprung jetzt
noch mache. Den musste ich machen, denn ich will meinen Söhnen ja
auch ein Vorbild sein und zeigen, dass man etwas zu Ende bringt, wenn
man es zugesagt hat. Aber ich habe gesagt, dass ich danach den Beruf
an den Nagel hänge, heute Abend pünktlich Zuhause bin und ihn ins
Bett bringe. Und das habe ich auch gemacht.“ Das sei der Moment
gewesen, in dem ihm bewusst geworden sei, dass es nicht mehr nur um
sein Leben ginge und dass, wenn er weiter machen würde, seine Kinder
früher oder später ohne Vater aufwachsen müssten. Der 60-Jährige ist
dieses Jahr nicht mehr bei der neuen Staffel der Vox-Sendung „Die
Höhle der Löwen“ dabei. Den Ausstieg begründet er mit seinem Erfolg
bei der Show: „Ich hatte nach drei Jahren alles erreicht, was ich
anfangs erreichen wollte. Ich war daran interessiert, dass dieses
Format ein großer Erfolg wird, ich wollte den deutschen Fernsehpreis
gewinnen, ich wollte ein gutes Dutzend guter Investments tätigen und
ich wollte lernen und verstehen, wie man als Mensch in einer TV-Show
funktionieren muss. Es gab für mich nach drei Jahren also nichts
Neues mehr zu lernen.“ Dass er einer Umfrage nach der beliebteste
„Löwe“ gewesen sei, habe den Unternehmer überrascht: „Ich dachte
immer, ich sei ein viel zu harter Knochen.“ Die Gründerkultur in
Deutschland empfindet Schweizer als schwierig. Viele Gründer würden
am Anfang ihrer Karriere scheitern – was aber normal sei, weil Erfolg
oft aus Scheitern resultiere. Dann müsse man helfen aufzustehen und
sagen, „–jetzt hast Du etwas gelernt, versuch es noch mal–„, sagt
Schweizer. Gerade deshalb sei ein Format wie „Die Höhle der Löwen“ so
wichtig, denn vielen Menschen, die etwas Eigenes auf die Beine
stellen möchten, könne dadurch vielleicht Mut gemacht werden.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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