NOZ: NOZ: Minister Schmidt will auf Grüner Woche Lösung zur Beendigung massenhafter Kükentötung präsentieren

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Agrarminister Schmidt will auf Grüner Woche
Lösung zur Beendigung massenhafter Kükentötung präsentieren

„2017 schaffen wir Einstieg in den Ausstieg“ – Bislang 50
Millionen tote Tiere pro Jahr

Osnabrück. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU)
will mithilfe „technologischer Spitzenforschung“ noch in diesem Jahr
das Ende massenhafter Kükentötung einleiten. Auf der „Grünen Woche“
werde er ein Demonstrationsgerät vorstellen, sagte Schmidt im
Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“(Samstag). Dieses könne
das Geschlecht eines Tieres schon weit vor dem Schlüpfen bestimmen,
sodass Eier mit männlichen Embryos der Futterverwertung zugeführt
werden können. Eier, in denen sich weibliche Küken entwickeln, würden
weiter bebrütet. Bislang werden in Deutschland jedes Jahr fast 50
Millionen männliche Küken direkt nach dem Schlüpfen aus
wirtschaftlichen Gründen vergast oder geschreddert, weil sie weder
Eier legen noch schnell Fleisch ansetzen. „Ich werde mit aller Kraft
weiter daran arbeiten, das Kükenschreddern schnellstmöglich zu
beenden“, sagte der Minister. „Wir schaffen 2017 den Einstieg in den
Ausstieg“, hob er hervor.

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt: 70 Millionen Euro für
Tierwohl

„Kennzeichnung von Fleisch aus guter Haltung spätestens 2018“ –
CSU-Politiker betont „massives Interesse“ an bäuerlichen
Familienbetreiben

Osnabrück. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU)
will 70 Millionen Euro investieren für die Kennzeichnung von Fleisch
aus guter Tierhaltung. „Ein Großteil der Verbraucher ist bereit, mehr
für Lebensmittel zu zahlen, wenn die Tiere besser gehalten werden“,
sagte Schmidt im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
(Samstag).

Produkte mit dem freiwilligen staatlichen Tierwohllabel müssten
bezahlbar sein, aber Tierwohl zum Nulltarif könne es nicht geben,
stimmte Schmidt die Verbraucher auf höhere Preise ein. Höhere
Anforderungen an die Tierhaltung bedeuteten eben auch höhere Kosten
für Bauern und Kunden. Er wolle dabei die Erfahrungen der privaten
Initiative Tierwohl mit einbeziehen, sagte Schmidt und kündigte
„freundliche Gespräche“ an. „Deutschland soll Trendsetter im Tierwohl
werden“, betonte er.

Der Agrarminister unterstrich das „massive Interesse“ der
Bundesregierung an der Förderung bäuerlicher Familienbetriebe. Wenn
immer mehr außerlandwirtschaftliche oder ausländische Großinvestoren
die Federführung übernähmen, gehe die Empathie verloren. „Gerade die
macht aber einen guten Landwirt aus und ist unverzichtbar, wenn
Kulturlandschaften und Produktion erhalten werden sollen“, erklärte
der CSU-Politiker. Das Prinzip „Wachse oder weiche“ – von der EU in
den 60er-Jahren geprägt – sei überholt. Agrarkonzerne mit zigtausend
Hektar Fläche sollten daher nicht Adressat für staatliche Förderung
sein. Er setze sich ein für eine Agrarstruktur zugunsten des in den
Regionen verwurzelten, aktiven Landwirts. Diese Fragen zur Zukunft
und zum Umbau der Landwirtschaft spielten bei der bevorstehenden
„Grünen Woche“ in Berlin eine zentrale Rolle.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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