NOZ: Otte-Kinast: Deutsche Weihnachtsgans auch aus Tierschutzsicht guten Gewissens auftischbar

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Otte-Kinast: Deutsche Weihnachtsgans auch aus
Tierschutzsicht guten Gewissens auftischbar

Niedersachsens Agrarministerin will bundesweite Videoüberwachung
in Schlachthöfen

Osnabrück. Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast hat
die Verbraucher aufgefordert, auch bei der Weihnachtsgans auf Fleisch
aus artgerechter Haltung zu achten. „Wer nur einmal im Jahr Gans
isst, dem sollte es dann auch etwas wert sein“, sagte die
CDU-Politikerin in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker
Zeitung“. Insbesondere Gänse aus heimischer Produktion seien zu
empfehlen: „Die Gans aus Deutschland kann man zu Weihnachten auch aus
Tierschutzsicht guten Gewissens auftischen“, sagte Otte-Kinast.
Schließlich werde in Deutschland anders als in anderen Ländern keine
Gans gemästet, indem ihr eine Röhre in den Hals geschoben und sie so
möglichst zügig zur Schlachtreife gemästet werde. Der höhere Preis
für deutsche Gänse sei deshalb gerechtfertigt. „Zu einer guten und
artgerechten Tierhaltung gehört ein höherer Preis“, sagte die
Ministerin.

Nach der Veröffentlichung von Aufnahmen aus Schlachthöfen forderte
Otte-Kinast eine bundesweite Videoüberwachung in Schlachthöfen aus.
Die Veterinäre müssten von ihren Büros aus in der Lage sein, „sich
rund um die Uhr in die Videosysteme der Schlachthäuser einzuschalten
und nach dem Rechten zu schauen“, sagte die Ministerin. Niedersachsen
arbeite derzeit an einer entsprechenden Bundesratsinitiative, die im
Frühjahr eingebracht werden solle. „Nordrhein-Westfalen hat bereits
Unterstützung zugesagt, aber auch aus anderen Bundesländern erhalte
ich Zustimmung“, sagte Otte-Kinast. Die Ministerin forderte „eine
ethisch vertretbare Lebensmittelerzeugung“. Die Bilder sollten Beginn
einer Diskussion über Tierschutz sein. „Tiere sind unsere
Mitgeschöpfe. Von der Geburt bis zur Schlachtung müssen sie auch als
solche behandelt werden“, sagte Otte-Kinast der „NOZ“ weiter.

Agrarministerin Otte-Kinast fordert wolfsfreie Zonen in
Niedersachsen

CDU-Politikerin: Wo Schafe Beitrag zum Hochwasserschutz leisten,
ist kein Platz für den Wolf

Osnabrück. Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast hat
sich dafür ausgesprochen, den Wolf aus Teilen des Bundeslandes zu
vertreiben. „Ich bin sehr für wolfsfreie Zonen in Niedersachsen“,
sagte die CDU-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „In
einigen Regionen unseres Bundeslandes ist kein Platz für den Wolf, in
anderen schon“, sagte sie der NOZ. In anderen europäischen Ländern
gebe es derartige Zonen schon längst. Insbesondere an der Küste müsse
darüber nachgedacht werden. „Wo Schafe etwa ihren Beitrag zum
Hochwasserschutz leisten, ist kein Platz für den Wolf“, sagte
Otte-Kinast. Zwar sei Niedersachsen vom Wunsch nach einer allgemeinen
Bejagung des Wildtieres noch weit entfernt. „Trotzdem müssen wir uns
überlegen, wie wir mit der wachsenden Population in Deutschland und
Niedersachsen umgehen“, sagte die Ministerin dem Blatt.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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