NOZ: Philologenverband: AfD-Meldeportale zerstören Vertrauen in Schulen

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Philologenverband: AfD-Meldeportale zerstören
Vertrauen in Schulen

Scharfe Kritik an „Denunziantentum“ – Lin-Klitzing:
Kultusministerkonferenz muss das unterbinden

Osnabrück. Der Deutsche Philologenverband appelliert an die
Kultusministerkonferenz (KMK), die Einrichtung von Meldeportalen
gegen missliebige Lehrer zu unterbinden. „Das ist Denunziantentum und
zerstört das Vertrauensverhältnis zwischen Schülern und Lehrern“,
sagte die Vorsitzende Susanne Lin-Klitzing der „Neuen Osnabrücker
Zeitung“. Sie kritisierte „aufs Schärfste“, dass die AfD mit solchen
Meldeportalen offenkundig die Idee von Schule als einem Ort freier
Rede infrage stellen wolle. Als positiv hob Lin-Klitzing hervor, dass
Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) sich schützend vor die
Lehrerschaft gestellt und einen solchen „Pranger“ verurteilt habe.
„Heute ist Schule ein Ort der freien Erziehung und Bildung, daran
dürfen wir nicht rütteln“, betonte die Verbandschefin. „Mit dem
geplanten AfD-Portal wird verhindert, dass Schülerinnen und Schüler
zu Meinungsbildung und eigener Urteilskraft befähigt werden“, betonte
sie ferner. Aber natürlich gelte auch das „Überwältigungsverbot“,
wonach Lehrer ihre Schüler nicht mit ihrer Meinung überwältigen
dürfen. Die KMK müsse jetzt prüfen, ob es aus Datenschutzgründen
überhaupt erlaubt sei, Namen zu nennen, ohne das Einverständnis der
betroffenen Personen einzuholen.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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