NOZ: Weil gegen Russland-Sanktionen und für Nord-Stream 2

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Weil gegen Russland-Sanktionen und für
Nord-Stream 2

Ministerpräsident reist nach Moskau

Osnabrück. Ungeachtet der neuen Spannungen zwischen Russland und
der Ukraine hat Niedersachsens Ministerpräsident und SPD-Chef Stephan
Weil für eine Fortführung von Dialog und Annäherung zwischen
Westeuropa und Russland plädiert. Über weitere Sanktionen zu reden,
sei schädlich.

Weil sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, „es gibt berechtige
Zweifel daran, dass die bisherigen Sanktionen die gewünschten
Ergebnisse gebracht haben. Deswegen wäre es gut, wenn die weitere
politische Entwicklung eine Lockerung und Aufhebung der Sanktionen
ermöglichen würde“. Erst recht halte er nichts davon, die bestehenden
Sanktionen noch weiter zu verschärfen, wie jetzt zum Teil gefordert
werde. „Das würde die Beziehungen zu Russland weiter verhärten, ohne
irgendeinen Nutzen zu erbringen“, sagte Weil.

Der SPD-Landeschef sieht trotz des Drängens der USA und der
Ukraine auch keinen Anlass, von den Planungen für das
deutsch-russische Pipelineprojekt Nord Stream 2 abzuweichen. „Erdgas
muss auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung
bei uns leisten. Das Vorhaben nutzt vor allem der
Versorgungssicherheit und ist in unserem Interesse“, sagte Weil.

Der Ministerpräsident bricht am Sonntag zu einer dreitägigen Reise
nach Russland auf. Auf dem Programm stehen politische Gespräche in
Moskau.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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