Pflegekassen schaffen immer mehr Bürokratie / bpa fordert pünktlichen Start der neuen Ausbildungsumlage und kritisiert Verzögerungen durch die Kassen

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Mit ständigen Veränderungen in den Abrechnungen belasten
Kostenträger Pflegebedürftige und Pflegeeinrichtungen in Brandenburg und
verschwenden so die knappe Zeit in der Pflege. “Dies ist ein vollkommen
unnötiger und zugleich enormer bürokratischer Aufwand”, kritisiert die
brandenburgische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter
sozialer Dienste e. V. (bpa) Ellen Fährmann. “Trotz einer Vereinbarung halten
sich die Kassen nicht an den Starttermin für die Umlage zur Finanzierung der
neuen generalistischen Pflegeausbildung. Pflegebedürftige und Pflegeanbieter
sollen belastet und Anfang des kommenden Jahres Monat für Monat mit diversen
Schreiben und Vertragsänderungen beschäftigt werden”, so Fährmann.

Das sei umso ärgerlicher, als gemeinschaftlich vereinbart worden war, den
Ausbildungszuschlag zum 1. Januar 2020 einzuführen – zeitgleich mit ohnehin
geplanten Vergütungsanpassungen. “Die Kostenträger haben uns entgegen diesen
Vereinbarungen nun mitgeteilt, dass sie den Termin auf den 1. April 2020
verschieben. Damit verschleppen die Kranken- und Pflegekassen auch den
gesetzlich gewollten Start der neuen Pflegeausbildung in der Altenpflege. Die
umfänglichen bürokratischen Auswirkungen für alle Betroffenen werden dabei
völlig außer Acht gelassen. Gegenüber den Krankenhäusern hingegen soll es bei
der Vereinbarung bleiben”, so die bpa-Landesvorsitzende.

Fährmann fordert die Kassen auf, die Verunsicherung zu beenden und die
geschlossene Vereinbarung zu erfüllen: “Pflegebedürftige und Sachbearbeiter bei
den Kassen, Mitarbeiter in Pflegediensten und Heimen – alle sind die
Leidtragenden. Wenn alles wie in der Vereinbarung vorgesehen zum 1. Januar 2020
umgesetzt würde, ließen sich Mitteilungen, Erklärungen und neue Verträge
vermeiden.”

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr
als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 400 in Brandenburg) die
größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in
Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der
Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind
im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Die
Investitionen in die pflegerische Infrastruktur liegen bei etwa 26,6 Milliarden
Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Sabrina Weiss, bpa-Landesbeauftragte Brandenburg,
Tel.: 0331/97 92 33 70, www.bpa.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/17920/4458746
OTS: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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