PIRATEN kritisieren mangelhaften Datenschutz bei der Deutschen Post

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Kundendaten mit 200.000 Umzugsmitteilungen
landen im Netz, parallel setzt die Deutsche Post Gesichtserkennung
ein. Vernachlässigung der Datensicherheit ist bei der Post an der
Tagesordnung.

Die Piratenpartei Deutschland kritisiert den desaströsen Umgang
der Deutschen Post mit ihren Kundendaten. Wie die Wochenzeitung „Die
Zeit“ mitteilte, lag eine Datenbank mit 200.000 Umzugsmitteilungen
der Post ungeschützt im Netz [1].

Anja Hirschel, Spitzenkandidatin der Piratenpartei für die
Bundestagswahl betont: „Ein solch peinlicher Fehler darf einem
Unternehmen wie der Post nicht unterlaufen. Die Nutzung eines
allgemein bekannten Standard-Dateinamens und dessen externe
Erreichbarkeit hätten nicht passieren dürfen – ganz unabhängig vom
versäumten Löschen desselben. In Zusammenhang mit der automatisierten
Gesichtserkennung in Filialen ergibt sich zudem eine noch höhere
Brisanz der Daten, die durch die Post verarbeitet werden. Dass auch
weitere Unternehmen (unter ihnen auch Pharmazeutika-Anbieter) nicht
umsichtiger sind, zeigt die Vernachlässigung der Datensicherheit.“

Ebenfalls kritisieren PIRATEN den Einsatz von Infodisplays mit
Gesichtserkennung. Laut Heise.de testet die Deutsche Post in
Partnershops, die nebenbei einen Postschalter betreiben,
Infodisplays mit Gesichtserkennung [2]. Damit soll Kunden vor dem
Display unmittelbar personalisierte Werbung ausgespielt werden.

Hierzu erklärt Patrick Schiffer, Bundesvorsitzender der
Piratenpartei Deutschland: „Die Brisanz steckt im fahrlässigen Umgang
der Deutschen Post mit Daten ihrer Kunden und dem parallelen Einsatz
von Gesichtserkennung. Es ist nur zu hoffen, dass das Unternehmen
hier nicht Datensätze miteinander verbindet und schlussendlich
Bewegungsprofile ihrer Kunden erstellt. Dass so etwas möglich ist,
dürfte klar sein. Davor müssen wir warnen! Wenn sich die Deutsche
Post so fahrlässig verhält und damit auch Kriminellen die Daten ihrer
Kunden frei Haus bereitstellt, stellt sich die Frage, wann endlich
behördliche Datenschützer Alarm schlagen!“

Quellen:
[1] Datenleck bei der Deutschen Post, http://ots.de/O1Eh2
[2] Für gezielte Werbung: Deutsche Post testet Displays mit
Gesichtserkennung, http://ots.de/xDQGS

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E-Mail: presse@piratenpartei.de
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Telefon: 030 / 60 98 97 510
Fax: 030 / 60 98 97 519

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