rbb exklusiv: Kevin Kühnert lässt Kandidatur offen – Doppelspitze vorstellbar

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Juso-Chef Kevin Kühnert lässt weiterhin offen, ob
er für den SPD-Vorsitz kandidieren wird.

Diese Frage sei derzeit nicht wesentlich und stelle sich ihm auch
nicht, sagte Kühnert am Dienstagmorgen im rbb (radioeins). Zugleich
warnte er seine Partei vor solchen Personaldebatten, die schon in der
Vergangenheit „super ruinös“ gewesen seien, so Kühnert wörtlich. Die
Zukunftsthemen der SPD wie Rente, Steuern und Umwelt beschäftigten
ihn derzeit ausfüllend, da bleibe keine Zeit, sich über persönliche
Ambitionen Gedanken zu machen.

Dass die stellvertretenden Parteivorsitzenden Manuela Schwesig,
Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel vorerst als Trio die
Parteispitze übernähmen, sei folgerichtig, so Kühnert weiter. Da
dürfe aber niemand Griffe nach Macht hineininterpretieren, betonte
der Berliner im radioeins-Gespräch. Der Ball sei an die Parteibasis
zurückgespielt worden, die nun ihre Ideen zur Zukunft der SPD
beitragen solle. Die Parteispitze dürfe jetzt nicht gleich den
nächsten Schlachtplan ausrufen. Jetzt sei Kreativität ohne
Denkverbote gefragt, so Kühnert. Wie schon zuvor Berlins Regierender
Bürgermeister Michael Müller wolle auch er eine Doppelspitze als
Lösung ausdrücklich nicht ausschließen, sagte Kühnert weiter.

Zu einem Verbleib der SPD in der Großen Koalition bemerkte der
Juso-Chef, in der zweiten Jahreshälfte müsse Halbzeitbilanz gezogen
werden, über die letztlich ein Parteitag entscheiden könnte. Kühnert
wörtlich: „Ich baue keine neuen Hürden für die Große Koalition auf,
sondern messe sie an dem, was sie sich vorgenommen hat.“ Über die
SPD-Forderung nach einer Grundrente werde gestritten, auch beim Thema
Klimaschutzgesetz bocke die Union an allen Stellen. „Für die meisten
SPD-Mitglieder und auch für den Vorstand sind das die entscheidenden
Punkte bei der Frage nach der Zukunft der Großen Koalition“, so
Kühnert.

Pressekontakt:
Rundfunk Berlin-Brandenburg
radioeins
Chef/Chefin vom Dienst
Tel.: 0331 / 97 99 3 – 31100

Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), übermittelt durch news aktuell

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