Rheinische Post: IW-Studie: Pro-Kopf-Ausgaben der Bundesagentur für Weiterbildung Arbeitsloser verfünffacht

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Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat die
Pro-Kopf-Weiterbildungsausgaben für kurzzeitig Arbeitslose in den
vergangenen zwölf Jahren verfünffacht. Dagegen fiel die die Förderung
von Langzeitarbeitslosen deutlich geringer aus und stagnierte ab
2012. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des
arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die
der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Freitag) vorliegt. Demnach hat
die BA die Weiterbildungsausgaben pro Arbeitslosem, der das reguläre,
beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld erhält, von 305 Euro im Jahr
2006 auf 1605 Euro im Jahr 2018 gesteigert. Dagegen hat die BA die
berufliche Weiterbildung bei Arbeitslosen, die länger als ein Jahr
erwerbslos sind und das Arbeitslosengeld II erhalten, deutlich
weniger gesteigert. Seit 2006 sind die Gesamtausgaben für diese
Betroffenen nur um 40 Prozent gestiegen, so die Studie. „Betrachtet
man den Zeitraum ab 2012, so zeigt sich eine Stagnation und in den
letzten beiden Jahren sogar ein Rückgang“, schreibt Studienautorin
Susanne Seyda. Die öffentliche Förderung solle hier ausgebaut werden,
zumal auch die Digitalisierung neue Herausforderungen mit sich
bringe. Langzeitarbeitslosen fehle zudem der Zugang zur betrieblichen
Weiterbildung.

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