Rheinische Post: Kommentar: Der Westen muss mit einer Stimme sprechen

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So gut mit dem Gegner abgestimmt läuft nur
selten ein militärischer Schlag ab. Die drei Verbündeten USA,
Großbritannien und Frankreich waren peinlich darauf bedacht, die
Nebenschäden ihres Angriffs so gering wie möglich zu halten. Nach
bisherigen Angaben kamen keine Menschen zu Schaden. Ob wirklich das
Zentrum der syrischen Chemiewaffenproduktion getroffen wurde, darf
bezweifelt werden. Trotzdem war der Schlag richtig. Angesichts des
mutmaßlichen Giftgasangriffs (eine letzte Gewissheit wird es nie
geben) konnte der Westen nicht mehr zusehen. Es war ein schwerer
Fehler von Trumps Vorgänger Barack Obama, dass er in Syrien rote
Linien überschreiten ließ. Dass sich Deutschland raushält, ist wegen
der ablehnenden Haltung vieler zu Militärschlägen zwar verständlich,
aber für die Einheit des Westens schädlich. Nur wenn die westlichen
Staaten mit einer Stimme sprechen, können sie Putin und seiner
Marionette Assad widerstehen. Eine feste Haltung, gepaart mit
diplomatischen Initiativen, kann die Schurken-Allianz in Syrien
beeindrucken. Das schließt als allerletztes Mittel auch
Militäreinsätze ein. Für die Deutschen eine unbequeme Wahrheit.

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