Rheinische Post: Kommentar: Genosse Zickzack

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Die Sache mit SPD-Chef Sigmar Gabriel ist schon
verrückt. Die Partei müsste dem Mann eigentlich einen Orden für
außergewöhnliche Verdienste für die Sozialdemokratie verleihen.
Immerhin hat Gabriel 2013 eine frustrierte SPD zusammengehalten, in
Regierungsverantwortung geführt und seither so viele
sozialdemokratische Herzensprojekte in Gesetzesform gießen dürfen,
dass die Republik rot glüht. Frau Nahles darf die Wirtschaft mit
Regulierungen gängeln und das sozialstaatliche Füllhorn ausschütten
(was schert die Genossen schon die Generation von morgen?), wie es
sich selbst die Jusos nicht hätten ausmalen können. Und was passiert?
20 Prozent Zustimmung für die SPD im Volk. 75 Prozent für Gabriel in
der Partei. Vielleicht liegt Gabriels Dilemma ja auch in seinen
rapiden Kursschwankungen. Vor zwei Jahren wollte er Ludwig Erhard
sein und betonte, dass die Wirtschaft erst wachsen müsse, bevor der
Sozialstaat agieren könne. Heute trifft er sich mit Lafontaine und
predigt das Mantra des Verteilungsstaats. Wer soll da noch mitkommen?

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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