Rheinische Post: Kommentar / Merkels China-Mission = Von Birgit Marschall

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Chinas Wirtschaft ist angeschlagen. Ihr steht
ein ungeheurer Strukturwandel bevor, der gelingen muss. Peking ist
dabei auf Partner angewiesen. Bundeskanzlerin Merkel hat bei ihrer
China-Reise daher die große Chance, selbstbewusster und offensiver
als je zuvor die eigenen wirtschaftlichen Interessen gegenüber China
zu vertreten. Es darf nicht sein, dass deutsche und europäische
Unternehmen in China auch künftig nur 50-Prozent-Beteiligungen
erwerben können, während chinesische Investoren in Deutschland nach
strategisch wichtigen Firmen wie dem Industrieroboter-Hersteller Kuka
greifen können. Hier muss Merkel auf gleiche Investitionsbedingungen
pochen. Andernfalls darf Kuka nicht in chinesische Hände fallen. Dem
Riesenreich den Status einer Marktwirtschaft zu geben und damit
Anti-Dumping-Regeln auszuhebeln, ist gefährlich. Hier muss die EU mit
einer Stimme sprechen und darf sich von China nicht erpressen lassen.
Richtig wäre es, den Status so lange nicht zu erteilen, wie China wie
beim Stahl die Konkurrenz mit Dumpingangeboten weiter erdrückt.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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