Rheinische Post: Kommentar / Noch zu viele offene Fragen zur Integration = Von Kirsten Bialdiga

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Es war eines der wichtigsten Themen im
NRW-Wahlkampf: die Integration der Flüchtlinge. Wenn die
Spitzenkandidaten darüber diskutierten, dann fiel aber meist schnell
der Name des Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri – und die
Diskussion nahm prompt eine völlig andere Richtung. Worum es wirklich
beim Thema Integration geht, das wissen die Leute vor Ort in den
Städten und Gemeinden am besten: Um Unterbringung und Versorgung der
Flüchtlinge mit den Dingen des täglichen Bedarfs, um zügige
Entscheidungen, wer bleiben darf, um Plätze in Kitas, Schulen,
Sprachkursen und um Jobvermittlung. Der Koalitionsvertrag von CDU und
FDP trägt dem Rechnung. Die neue Landesregierung will unter anderem
die Schulpflicht verlängern, Sprachkurse verpflichtend machen, die
maximale Verweildauer der Flüchtlinge in den Landesunterkünften
ausdehnen. Damit jene, die nicht bleiben können, erst gar nicht in
den Kommunen ankommen. Eine menschenwürdige Unterbringung in den
Landesunterkünften vorausgesetzt, sind das richtige Ansätze.
Allerdings bleibt auch noch vieles offen – einschließlich der
Finanzierung. Jetzt kommt es darauf an, dass es nicht bloß bei
Ankündigungen bleibt.

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