Rheinische Post: Psychologen fordern bessere Untersuchungen von Piloten

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Der Bundesverband der Deutschen Psychologen
(BDP) fordert mit Blick auf den Germanwings-Absturz regelmäßige
Untersuchungen von Piloten und ähnlichen Berufsgruppen nicht nur
durch Werksärzte, sondern auch durch Psychologen. „Psychische
Erkrankungen nehmen allgemein zu“, sagt BDP-Präsident Michael Krämer
der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). „Bei Risikoberufen
sollten nicht nur körperliche Leiden früh erkannt werden sondern auch
seelische Probleme.“ Ziel solle aber nicht das Aussortieren von
angeschlagenen Mitarbeitern sein, sondern das Angebot von Hilfe:
„Psychische Krankheiten sind oft heilbar – aber dafür müssen sie
richtig diagnostiziert werden, wofür Arbeitsmediziner in der Regel
nicht ausgebildet sind“, so Krämer. „Man kann darüber nachdenken, bei
den regelmäßigen Untersuchungen der Piloten auch die seelische
Stabilität besser zu diagnostizieren“, sagte Markus Wahl, Vorstand
der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), der Zeitung. Aber
man dürfe erst Verbesserungen suchen, wenn der Untersuchungsbericht
zum Absturz vorliege. Außerdem müssten solche Tests richtig
eingesetzt werden: „Wenn die Diagnose eines seelischen Problems
direkt einen Nachteil bringen würde, würden Betroffene das Problem
oft verheimlichen. Wenn die Diagnose aber Hilfsangebote einleitet,
klingt das sinnvoll.“

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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