Rheinische Post: Rentenversicherung warnt vor Renten-Wahlkampf

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Die Chefin der Deutschen Rentenversicherung,
Gundula Roßbach, warnt die Parteien vor einem Rentenwahlkampf : “Ich
kann vor überzogenem Streit über die Rente im Wahlkampf nur warnen”,
sagte sie der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post”
(Samstagausgabe). “Wir sind stets gut damit gefahren, wenn wir
Rentenpolitik langfristig und im Konsens der großen Parteien
gestaltet haben.”

Konkret warnte sie davor, dass von der SPD vorgeschlagene längere
Arbeitslosengeld Q als Brücke zur Frührente zu gestalten. “Um nicht
gewollte Effekte zu verhindern, sollte man durch entsprechende
Regelungen sicherstellen, dass der Arbeitslose seine Qualifizierung
auch nutzt und weiter arbeitet anstatt nahtlos von vier Jahren
Arbeitslosigkeit in die Frührente zu wechseln.”

Zugleich mahnte sie, bei der Erhöhung des Rentenniveaus an die
Kosten zu denken. “Derzeit liegt das Rentenniveau bei 48 Prozent des
Nettolohns, nach unseren Schätzungen wird es bis 2030 auf 44,6
Prozent sinken und bis 2045 auf 41,7 Prozent. Es ist eine politische
Frage, ob wir Löhne und Renten so auseinanderlaufen lassen wollen.”
Wenn man zugleich die Beiträge deckeln wolle, müsse man der
Rentenkasse neue Finanzquellen erschließen, “etwa indem man, wie von
Frau Nahles vorgeschlagen, die steuerfinanzierten Bundeszuschüsse
erhöht”. Klar sei: “Eine Anhebung des Rentenniveaus kostet viel
Geld.”

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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